Am Anfang war es nur eine Idee: In Lißberg sollte ein Wasser-Tretbecken entstehen und für Abkühlung und Gesundheitsvorsorge im Sinne der Lehre von Pfarrer Kneipp sorgen. Kühles Quellwasser war vor Ort vorhanden; was fehlte, war „nur“ eine entsprechende bauliche Einfriedung, in die das Wasser geleitet werden konnte, sowie eine behördliche Genehmigung der Maßnahme. Um beides kümmerten sich die fünf Initiatoren des Projektes dann höchstpersönlich, unterstützt von zahlreichen Helfern, Gönnern und dem städtischen Bauhof. Jetzt konnte die Einweihung der kleinen, aber feinen Anlage gefeiert werden, die bereits viele Freunde weit über das Lißberger Einzugsgebiet hinaus gefunden hat.Im Rahmen der Einweihungsfeier gab Otto Betz einen Überblick über die Bauphasen des Projektes. Für den Erdaushub stellte Joachim Remhof einen Radbagger zur Verfügung, der von Erhard Nagel bedient wurde. Der Muldenkipper von Gisela Jambor erleichterte die Erdentsorgung. Viele Materialien, die beim Bau verwendet wurden, mussten nicht neu angeschafft werden, sondern hatten anderswo ausgedient und fanden nun eine neue Funktion. Ehemalige Lüftungsschächte, so genannte U-Fertigungsteile, die auf dem städtischen Bauhof lagerten, wurden für das Becken eingesetzt. Ausgediente Treppenstufen und Kunststeinplatten dienen als Rundumbelag. Der Hintergrund der Anlage wurde aus Sandstein gemauert, der von der Hillersbachbrücke stammt. Die beiden Edelstahlgeländer um das Tretbecken sowie die Wasserzuleitungen wurden von der Firma Weitz kostenlos gefertigt, und das wetterfeste Holz für die von Hans Fuchs gefertigte integrierte Bank auf der Sandsteinmauer stammt von Familie Gemmer.
Wir danken den vielen Helfern des Projekts "Wassertretbecken Lißberg" an dieser Stelle ganz herzlich für das Engagement.
