Kinder unter 3- Jahren im Kinderplanet

Die Kleinsten in unserer Einrichtung sollen sich Wohlfühlen, Glücklich sein und mit Gleichaltrigen spielend ihre neue Umwelt erforschen. Wir möchten erreichen, dass die Kinder mit Freude am Gruppengeschehen teilnehmen und Wünsche frei äußern. Sicherheit und Selbstständigkeit sollen sie durch Rituale und Regeln erlernen. Rituale sind in dieser Gruppe sehr wichtig, da die Kleinsten ein stabiles Fundament brauchen, um sich von ihren Bezugspersonen zu lösen. Zu den täglichen Ritualen zählen beispielsweise die Begrüßung, der Morgenkreis und das gemeinsame Frühstück.

Um den individuellen Bedürfnissen der Kinder unter drei Jahren und dem höheren Pflegeaufwand gerecht zu werden, wurde ein Gruppenraum für die Nestgruppe neu und individuell gestaltet. Betreut werden die 15 Kinder von zwei pädagogischen Fachkräften und einer für die Pflege verantwortlichen Zusatzkraft.
Die Erzieherinnen haben sich mit Hilfe von Fachliteratur und in Seminaren auf die besonderen Anforderungen und notwendigen Veränderungen vorbereitet. Die Bedürfnisse der Kleinen müssen je nach ihrem Entwicklungsstand besonders flexibel berücksichtigt werden, sei es beispielsweise in der Veränderung des Tagesablaufs, bei der Gestaltung des Morgenkreises oder der persönlichen Zuwendung.

Kinder die das 1. Lebensjahr vollendet haben, können je nach Anzahl der freien Plätze und in Absprache mit der Verwaltung der Stadt Ortenberg aufgenommen werden.
Im Aufnahmegespräch werden besondere Bedürfnisse und Gewohnheiten des Kindes sowie Erwartungen der Eltern und Regeln des Kindergartens besprochen. Danach stellen wir die Einrichtung und unsere Konzeption den Eltern vor.
Die Eingewöhnungszeit wird in Zusammenarbeit und Absprache mit den Eltern bei den 1 bis 3-Jährigen Kindern intensiv gestaltet und erfordert einen längeren Zeitraum (ein bis zwei Wochen), als dies in der Regel bei Kindergartenkindern üblich ist. Beginnend mit wenigen Stunden in den ersten Tagen kann sich die Anwesenheitszeit des Kindes in der Gruppe langsam steigern, sowie die Anwesenheitszeit des Elternteils langsam verringern. Hierbei wird individuell nach dem Bedürfnis und Wohl des Kindes gehandelt, damit es die neuen Bezugspersonen kennenlernt und sich in der Nestgruppe gut integrieren kann, ohne dabei überfordert zu werden.
Sobald die Eingewöhnungsphase abgeschlossen ist, können die Nestkinder während der Freispielzeit mit allen anderen Kindergartenkindern im Bewegungsraum und im Rollenspielhaus interagieren. Um die Nestkinder an das offene Konzept heranzuführen nehmen sie auch an verschiedenen gemeinsamen Aktionen teil, z.B. Montagskreis, Abschiedskreis am Freitag und Festlichkeiten.
In einem Entwicklungsgespräch werden am Ende des Kindergartenjahres mit den Eltern die Entwicklungsschritte reflektiert und der Übergang in das offene Konzept der 3 bis 6-Jährigen besprochen. Als Grundlage dieses Gespräches dient die Dokumentation der täglichen Beobachtungen des Verhaltens des Kindes.

Publiziert am: Montag, 14. Juli 2008 (3906 mal gelesen)
Copyright © by Ortenberg in Oberhessen

Druckbare Version  Diesen Artikel an einen Freund senden