Tourismus in Ortenberg


 

Als Einkehrmöglichkeit in Lißberg bietet sich die Speisegaststätte "Zum weißen Rössel" (Vogelsbergstr. 1b, Telefon 06046/7188) an. Im Ort selbst laden die Burgruine und das Musikinstrumentenmuseum zur Besichtigung ein. Das im April 1990 eröffnete Museum ist das einzige seiner Art in Hessen und spiegelt die Entwicklung der einzelnen Musikinstrumentengattungen anhand der berühmten Kupferstiche aus „Syntagma Musicum“ von Michael Praetorius wider. Dabei werden die Entwicklungsstränge der verschiedenen Instrumentengattungen der letzten 400 Jahre aufgezeigt, in Originalen oder Nachbauten, so dass man direkt und auf engstem Raum vergleichen kann, wie sich beispielsweise aus der Schalmei die Oboe entwickelt hat. Ein besonderer Schwerpunkt des Museums liegt - bedingt durch seinen Gründer und fachlichen Leiter, den Sammler und Instrumentenbauer Kurt Reichmann - bei den Borduninstrumenten, Drehleiern und Dudelsäcken, wovon das Lißberger Museum seit einigen Jahren die weltgrößte Sammlung vorzuweisen hat.


Auch sonst hat das Museum einige Welteinmaligkeiten zu bieten: Die einzige Dulcaina und das einzige Bassanello der Welt (beides Doppelrohrblatt-Blasinstrumente), die einzige spielbare Orgelleier der Welt, das einzige spielbare „Nürnbergisch Geigenwerk“, das vor einigen Jahren bei der Musik für den Film „Der Name der Rose“ zum Einsatz kam, sowie, als einziges Musikinstrumentenmuseum, alle drei Drehleierbaugrößen des höfischen Baumeisters Louvet, einschließlich der äußerst seltenen Kinderleier. Aus der die Praetoriussammlung ergänzenden Sammlung ethnolo gischer Blasinstrumente seien einige Skurrilitäten besonders erwähnt: Zwei echte Inkaflöten, eine Schlangenhautflöte aus Afrika oder gar eine Menschenknochenflöte aus Tibet. Das Museum kann jederzeit nach Voranmeldung unter den Telefonnummern 06046/432 oder -467 besichtigt werden.