Tourismus in Ortenberg


Nur wenige Schritte vom Museum entfernt beginnt die hochmittelalterliche Burganlage. Den Kern der Anlage bildet die Burgruine mit dem imposanten Bergfried auf dem Hügel. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Edelherren von Lißberg, Dynasten aus dem höchsten Adel des Deutschen Reiches, auf einer alten Ringwallanlage der Keltenzeit erbaut. Sie war bis 1824 bewohnt, danach ist das letzte Haus eingestürzt. Die Trümmer dienten den Bewohnern von Lißberg als „Steinbruch“ zum Hausbau. In den Fachwerkhäusern der Altstadt, die an den Burgberg gebaut sind, findet man noch die steinernen Zeugen aus dieser Zeit.  


Die Burganlage besteht aus drei Burghöfen, die von Mauern umgeben waren. Die noch erhaltenen Reste werden restauriert und bilden den malerischen Hintergrund für viele kulturelle Veranstaltungen. Der imposanten, runde Bergfried, im Volksmund „Krautfass“ genannt, beherrscht die Anlage und ist schon von weitem zu sehen. Teilweise in die Erde gegründet, ragt er 27 Meter in die Höhe. Über eine später angebrachte Außentreppe erreicht man in etwa neun Metern Höhe den einzigen Eingang zum Turm. Ursprünglich war der Turm nur über eine hölzerne Zugbrücke zu erreichen, die zu dem oberen Stockwerk des angrenzenden Wohngebäudes führte. In der rund drei Meter dicken Mauer führt eine schmale Treppe auf die Plattform. Von dort aus genießt man einen wunderbaren Rundblick ins Niddertal, bei gutem Wetter sogar bis nach Frankfurt. Eine Besichtigung ist nach Voranmeldung unter der Telefonnummer 06046/432 jederzeit möglich.


An Pfingsten weht jedes Jahr ein Hauch von Afrika um das Burggelände. Ein aus ganz Deutschland stammender Freundeskreis von Afrika-Reisenden lädt zum zweitägigen Fest rund um den schwarzen Kontinent ein. Geboten werden Vorträge und Diaschauen über das Reisen in Afrika, Workshops, Tanzvorführungen und Musik afrikanischer Gruppen, afrikanische Speisen und Kunsthandwerk und vieles mehr. Sogar aus dem Ausland reisen stets einige Gäste an, um bei dem Ereignis dabei zu sein.