Alljährlich ist der Jahrestag der Pogromnacht in Ortenberg Anlass, den Opfern der schrecklichen Gräueltaten des Naziregimes zu gedenken.

In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 wurden von den Nationalsozialisten reichsweite Pogrome gegen Juden angezettelt. Etliche Synagogen brannten, jüdische Bürger wurden verhaftet, verfolgt, ermordet oder in den Suizid getrieben, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert.

Im Gedenken an die Menschen, die damals von den Nationalsozialisten gedemütigt, enteignet, verfolgt und ermordet wurden, findet am 09.November 2017 um 17 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Jüdischen Ehrenmal in Ortenberg statt.
Gemeinsam mit der Stadt Ortenberg, der Gesamtschule Konradsdorf, der Kirche und dem Kulturkreis Ortenberg soll der Opfer der Schoah gedacht werden. Die eindrucksvolle Gedenkveranstaltung wird von den Schülerinnen und Schülern der Projektgruppe „Buchenwald“ der Gesamtschule Konradsdorf gestaltet. Das Gedenken am Jahrestag der Pogromnacht und die Erinnerung an die Verbrechen sollen zugleich den friedlichen Umgang mit Menschen anderer Kulturen, anderer Religionen und anderer Gesinnungen anmahnen und stellt eine Bekenntnis gegen Antisemitismus, Rassismus und politische Verfolgung in der Gegenwart dar. Das einstige Versagen der Mitmenschlichkeit muss uns immer wieder daran erinnern, Geflüchteten und Menschen in Not solidarisch zu begegnen und menschenfeindlichem Extremismus das Engagement aller Demokraten entgegen zu setzen.