Der 1. Oktober eines Jahres bis zum 28. Februar des Folgejahres ist der Zeitraum für Gehölzpflegemaßnahmen. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises hin. Denn nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen „Bäume und Gehölze außerhalb gärtnerisch genutzter Flächen und außerhalb des Waldes“ ab 1. März nicht mehr abgeschnitten werden.

Des Weiteren wird um folgendes fachkundiges Vorgehen gebeten: Zwar ist das so genannte Auf-den-Stock setzen von Hecken und Ufergehölzen eine übliche Pflegemaßnahme. Zur Gesunderhaltung von Erlen an Bachufern und für die Sicherung dichter Hecken ist von Zeit zu Zeit eine derartige Verjüngung erforderlich. Jedoch sollte dies immer nur abschnittsweise durchgeführt werden. Die Behörde rät zu 50 m langen Abschnitten, insgesamt sollte maximal ein Drittel des jeweiligen Bestands bearbeitet werden. So verteilt man die Pflegemaßnahmen auf mehrere Jahre. Das gibt bereits bearbeiteten Abschnitten die Möglichkeit, wieder auszuschlagen und nachzuwachsen. Unabhängig davon können darüber hinaus wenn nötig Lichtraumprofile geschnitten oder tief über Wege und landwirtschaftliche Flächen hängende Äste abgesägt werden.

Schnittgut sollte ebenfalls bis Ende Februar beseitigt werden, beispielsweise damit in den aufgeschichteten Reisighaufen keine Vögel nisten. Sofern das Schnittgut nicht verwertet oder abgefahren werde, könne es vor Ort verbrannt werden. Einzelheiten dazu regeln die jeweiligen Satzungen der Städte und Gemeinden, wo die Nutzfeuer auch angemeldet werden müssen. Aber auch hier gilt die Rücksichtnahme auf die Natur: Schnittgut darf nicht auf Standorten mit botanischen Besonderheiten gelagert oder verbrannt werden. Auch dürfen Reisighaufen, die schon länger lagern, nicht einfach verbrannt werden, da darin Tiere überwintern könnten. Ein Sicherheitsabstand von Nutzfeuern zu Wald, Baumbeständen und Gebäuden ist ebenso selbstverständlich.