Am 9. November wird ein Erzählcafé im Alten Rathaus Ortenberg eine Begegnung der besonderen Art erlauben. 18 Jugendliche haben sich auf ein Gespräch mit Zeitzeugen zum Thema Judentum in der Region Ortenberg vorbereitet. Im Rahmen des Religionsunterrichts in der Oberstufe der Gesamtschule Konradsdorf haben sie sich mit dem Alltag der Juden in Deutschland vor und während des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Gemeinsam mit Zeitzeugen dieser Epoche wollen sie das alltägliche Miteinander von Juden und Nichtjuden untersuchen.
Nicht überall war dies geprägt von Ablehnung und Fremdheit, oft gab es ganz normale nachbarschaftliche Beziehungen. Wie war das also von Mensch zu Mensch damals? Die Schülerinnen und Schüler hoffen, bei ihrer „Spurensuche Judentum um und in Ortenberg“ fündig zu werden. Veranstalter dieses Gesprächs sind die Evangelische Kirchengemeinde Ortenberg und der Kulturkreis Altes Rathaus zusammen mit der Gesamtschule Konradsdorf. Dr. Karin Lehmeier, die das Projekt für die Gesamtschule Konradsdorf durchführt, ist dort Religionslehrerin und zugleich Beauftragte für Ökumene im Evangelischen Dekanat Büdingen. Eingeladen sind alle an diesem Thema Interessierten. Beginn ist um 19 Uhr.