Sehr erfolgreich verlief der sogenannte „Koordinationstermin“ in der Alten Schule in Bleichenbach, der den Abschluss der Konzeptphase der Dorferneuerung darstellt. Drei Vertreter der Investitionsbank Hessen (IBH) sowie vom Wetteraukreis Dr. Johannes Fertig, Desiree Albrecht und Volker Matthesius waren zu Gast. „Es ist hier im Raum eher eine Atmosphäre, wie bei einer Hochzeit,“ bemerkte Hartmut Bock, der Abteilungsleiter der IBH, schon zu Beginn. An diesem Treffen wurden die Ergebnisse der Untersuchungen über Bleichenbach und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen aus dem letzten halben Jahr präsentiert und schließlich der möglichen Rahmen für finanzielle Unterstützung seitens des Landes Hessen abgesteckt. Bürgermeisterin Pfeiffer-Pantring und Pia Heidenreich-Herrmann von der Stadt Ortenberg, Claudia Koch und Hannes Werner-Busse vom Moderationsbüro pro regio AG und die Abgeordneten der Arbeitskreise komplettierten die Runde.
Die Arbeitsgruppen hatten sich gut vorbereitet und Vertreter benannt, die die Anliegen und Pläne für die Zukunft darstellten. Zunächst waren die Stärken und Schwächen von Bleichenbach das Thema. Die ungenügende Raumsituation im Dorfzentrum für die zukünftigen Nutzungen und der starke Verkehr durch den Ort sind die Bereiche, in denen der Handlungsbedarf besonders gravierend ist. Besonderen Eindruck auf die Gäste machten die professionellen und engagiert vorgetragenen Ziele und Projekte, die die Bleichenbacher in den letzten Monaten entwickelt hatten. Das anerkannte Motto ist: Bleichenbach, der Ort der Brücken baut.
Claudia Koch von pro regio betonte, dass die Menschen und ihr Wille sich für den ganzen Ort einzusetzen und dabei alle Altersgruppen einzubinden eine Besonderheit sind. Deren Engagement ist die Grundlage für eine weitere Entwicklung Bleichenbachs als attraktiver Wohn- und Lebensort und als lohnendes Ziel für Touristen und Besucher vom nahe gelegenen Glauberg.
Einleitend zu der Beratung über die Fördermittel betonte Hartmut Bock, dass für eine Umsetzung aller geplanten Projekte neben der Zustimmung der politischen Gremien der Stadt und ihren finanziellen Möglichkeiten, auch ein genereller Haushaltsvorbehalt des Landes bedacht werden muss.
Der größte Anteil der Zuschüsse fiel auf die Situation im Dorfzentrum. Voraussetzung für diese Gelder sind noch zu erstellende Nutzungskonzepte. Weitere Maßnahmen werden im Bereich der innerörtlichen Grünordnung liegen. Dies schließt verkehrsberuhigende Maßnahmen ein. Auch der Friedhof wurde in die Liste aufgenommen und die Erarbeitung von Handlungsansätzen im Tourismus, wenn regionale Ansätze nicht greifen. Belange der Jugend sollen in Bleichenbach einen großen Stellenwert haben und so könnte die weitere Entwicklung des Jugendbahnhofs mit der Kirche zusammen unterstützt werden.
Für die Beratung von privaten Bauvorhaben der Bleichenbacher im Ortskern stehen ebenfalls Gelder zur Verfügung. Insgesamt hat das Zukunftskonzept, was Bleichenbach sich erarbeitet hat, einen sehr guten Eindruck gemacht. Und so ist ein maximaler Rahmen förderfähiger Kosten von über einer Millionen Euro zusammengekommen. Nach den neueren politischen Grundsätzen zur Dorferneuerung bedeutet das in den nächsten acht Jahren der Dorferneuerung einen Zuschuss für die Stadt von 50-60 Prozent der jeweils als förderfähig angesetzten Beträge.
Am 13. Dezember 2007 ab 20 Uhr werden die Ergebnisse für alle Bleichenbacher und die polititschen Gremien im Hotel Schweikardt, Bahnhofstraße 37, präsentiert. Dann konstituiert sich auch der Arbeitskreis Dorferneuerung und der gemeinsame Erfolg soll gefeiert werden.