Artikel zur Kategorie: Kulturkreis


Oliver Steller spricht und singt Robert Gernhardt in Ortenberg

Die „Stimme deutscher Lyrik“ erneut zu Gast in der Galerie am Alten Markt

 

Der bekannte Gedichte-Rezitator und Musiker Oliver Steller ist 2019 mit neuem Programm unterwegs, nämlich mit „hell&schnell“ zum Leben und Werk des Künstlers Robert Gernhardt. Am 08.03.2019 und am 09.03.2019 wird Oliver Steller jeweils ab 20 Uhr in gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre in der Galerie am Alten Markt sein neues Programm in Ortenberg vorstellen, in ungewöhnlich und einmalig kleinem Rahmen.

Robert Gernhardt wurde am selben Tag geboren wie Heine und Heino. Als Gernhardt der Heine-Preis verliehen wird, frotzelt Loriot, er solle mal nachsehen, ob da nicht Heino-Preis drunter stehen würde. Humor und Liebe, Alltag und Leben sind die Themen bei Robert Gernhardt. Seine große Kraft liegt im Privaten. Seine Gedichte sind leicht und humorvoll. So, wie seine Vorbilder Wilhelm Busch, Christian Morgenstern und Loriot, ist Robert Gernhardt ein messerscharfer Beobachter und in einer Zeit, in der uns das Lachen schon mal im Halse stecken bleibt, ein gutes Gegengift. Gernhardt schenkt uns das befreite Lachen, wie wir es kaum noch kennen. Der rote Faden des Abends ist das Leben Gernhardts, der als Kind von Estland nach Polen übersiedelt und nach dem Krieg auf Umwegen nach Göttingen flieht. In den 60ern hockt er auf Apfelsinenkisten, ist aber weitestgehend unpolitisch, schreibt in den 70er Jahren für Otto Waalkes, gründet in den 80ern die Satirezeitschrift „Titanic“, wird in den 90ern mit Preisen überhäuft und schreibt ab dem Millennium über seine Krankheiten, die er als „Schangse“ sieht.

Oliver Steller, Jahrgang 67, ist die „Stimmer deutscher Lyrik“. Er schafft es in unvergleichlicher Art und Weise deutsche Lyrik mit selbst komponierter Musik zu verbinden. Steller wuchs im Rheinland auf, bevor ihn sein beruflicher Weg zunächst in die USA führte, wo er zur Schule ging und studierte. Als freischaffender Künstler arbeitete er jahrelang unter anderem in Chicago mit vielen renommierten Bands wie Santana, Miles Davis oder Robert Irving III. Mit seinem ganz eigenen Rezitationsstil und seinen musikalischen wie auch schauspielerischen Fertigkeiten überzeugt Oliver Steller mit einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz. Sein lyrischer Plauderton führt durch das Programm und macht Robert Gernhardt zu einem Gesamtkunstwerk, das heiter und unterhaltsam, aber auch sehr tiefsinnig ist. Karten für diese Veranstaltung sind ab sofort im VVK für 18 Euro bei der Sparkasse Oberhessen in Ortenberg, bei der Hellerschen Buchhandlung in Büdingen oder unter Fritz.Fratz@gmx.net (Dörthe Herrler) zu erhalten. Das Kartenkontingent ist für jeden Abend auf 35 Karten beschränkt. Einlass ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Dreiplus mit Lounge-Jazz in Ortenberg

Beliebte Jazz-Standards vom Feinsten sowie reizvolle Ausflüge in Richtung Swing, Blues, Funk und Creole sind am Freitag, den 01.02.2019 ab 20:00 Uhr im TAT.ORT zu hören, wenn der Kulturkreis Altes Rathaus zum zweiten Mal das Jazz-Trio „Dreiplus“ in Ortenberg begrüßt.

„Dreiplus“ – das sind die in der Region und darüber hinaus bekannten Musiker Frank Thiele (Gitarre, Gesang), Morten Siegrist (Kontrabass), Ulrich Noll (Drums) und als Special-Guest Padma Reiners (Gesang und Saxophon). Den Zuhörer erwarten bekannte und seltener gespielte Standards, eine Repertoire von Sidney Bechet bis Benny Goodman und Herbie Hancock, von Frank Siantra bis Ella Ftitzgerald – erfrischend weitläufig und facettenreich interpretiert. Insgesamt darf man sich auf einen Abend in gemütlicher Jazz-Keller-Atmosphäre freuen, mit Songs, die man immer wieder gerne hört und mit Interpretationen, die mitreißen.

Karten für diese Veranstaltung sind ab sofort im VVK für 14 Euro bei der Sparkasse Oberhessen in Ortenberg, bei der Hellerschen Buchhandlung in Büdingen und unter Fritz.Fratz@gmx.net (Dörthe Herrler) erhältlich. An der Abendkasse gibt es Karten für 16 Euro. Einlass ist ab 19:00 Uhr.

 

Keine Panik im Advent

Noch im Herbst, aber schon in der Adventszeit ist dann erneut Anselm Wild in Ortenberg zu Gast, und zwar am 08.12.2018 ab 20 Uhr mit seinem Udo Lindenberg – Cover „Keine Panik im Advent“. „Keine Panik“ heißt die musikalische Botschaft, die Anselm Wild zusammen mit Nadine Wopp und Markus Giegerich rüberbringt – auf dem Weg durch die Geschichte von Udos krassen Helden in der Weihnachtslandschaft, sogar inklusive Weihnachtsevangelium! Karten für dieses fast schon legendäre Weihnachtsprogramm gibt es im VVK für 17 Euro und an der Abendkasse für 20 Euro.

Gedenkveranstaltung zum 09. November in Ortenberg und Buchvorstellung

zum jüdischen Leben in Ortenberg

Alljährlich ist der Jahrestag der Pogromnacht in Ortenberg Anlass, den Opfern der schrecklichen Gräueltaten des Naziregimes zu gedenken. In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 wurden von den Nationalsozialisten reichsweite Pogrome gegen Juden angezettelt. Etliche Synagogen brannten, jüdische Bürger wurden verhaftet, verfolgt, ermordet oder in den Suizid getrieben, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert.

Im Gedenken an die Menschen, die damals von den Nationalsozialisten gedemütigt, enteignet, verfolgt und ermordet wurden, findet am 09.November 2018 um 17 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Jüdischen Ehrenmal in Ortenberg statt.

Gemeinsam mit der Stadt Ortenberg, der Gesamtschule Konradsdorf, der Kirche und dem Kulturkreis Ortenberg soll der Opfer der Schoah gedacht werden. Die eindrucksvolle Gedenkveranstaltung wird von den Schülerinnen und Schülern der Projektgruppe „Buchenwald“ der Gesamtschule Konradsdorf gestaltet. Außerdem werden auch dieses Jahr wieder die „Ortenberg Klezmorim“ die Gedenkfeier musikalisch begleiten.

Das Gedenken am Jahrestag der Pogromnacht und die Erinnerung an die Verbrechen sollen zugleich den friedlichen Umgang mit Menschen anderer Kulturen, anderer Religionen und anderer Gesinnungen anmahnen.

Im Anschluss an die Gedenkfeier findet um 18 Uhr im Alten Rathaus die Vorstellung des neuen Heftes der „Ortenberger kleinen historischen Schriften“ statt. Michael Schroeder und Manfred Meuser haben zum jüdischen Leben in Ortenberg das Heft „Geschichte der jüdischen Gemeinde von Ortenberg in Hessen“ verfasst, was vom Kulturkreis Ortenberg nun herausgebracht wurde und an diesem Abend erstmals vorgestellt wird.

Lady Shakespeare – Die Frau aus Stratford

Die in der Region bestens bekannten Schauspieler Sylvia Oster und Gerd Ungermann gastieren auf Einladung des Kulturkreises Ortenberg am Sonntag, dem 11. November mit einem szenischen Briefwechsel zu Shakespeares Leben im Theater am Turm in Ortenberg (Alte Markstraße 38).

Fiktiv oder wahr? Ein Stapel Briefe, durch Zufall in die Hände des Herausgebers gelangt, entpuppt sich als private Korrespondenz zwischen William Shakespeare und seiner Frau Anne. Wort für Wort, Brief für Brief setzt sich ein detailgetreues Bild nicht nur des Ehelebens Shakespeares sondern auch seiner Zeit zusammen – umfasst das Stück doch eine Zeitspanne von 25 Jahren.

Die eingestreuten Informationen über Shakespeares Familienleben, über die Publikationen seiner Stücke bis hin zu Details aus der Londoner Theaterwelt Ende des 16. Jahrhunderts geben dem Briefwechsel einen wahrhaftig authentischen Anschein und werfen ein neues Licht auf Shakespeare und sein Werk. Wer hat nun die weltberühmte Sonetten, Königsdramen und Komödien wirklich geschrieben? Die hochgradig erotische Shakesperasche Ehe als eigentliche künstlerische Inspiration wirft ein neues Licht auf das Werk des englischen Barden. War es tatsächlich Anne, die ihren Mann nach London entsandte, um ihm die von ihr erahnte Kariere zu ermöglichen, während sie ihn und ihre Familie mit viel haushälterischem Geschick aushielt? Hat sie womöglich sogar selbst einen nicht geringen Anteil an Willams Texten?

Durch geschicktes Jonglieren mit biografischen (Un-)Wahrheiten wird die Ungewissheit bis ins Detail kultiviert - zugleich werden die Zuschauer in den Bann dieses bemerkenswerten Künstlerlebens gezogen, in dem natürlich auch Eifersucht und außereheliche Verehrungen ihre Rolle spielen.

Doch keine Angst vor Shakespeare – auch wenn man kein Kenner des alten William und seiner Werke ist, wird man bei diesem gelesenen und gespielten Briefwechsel komplett auf seine Kosten kommen. Ein „nur“ imaginärer Briefwechsel, von den beiden Schauspielern humorvoll, abgründig und fesselnd in Szene gesetzt.

Karten für diese Veranstaltung sind im VVK für 14 Euro bei der Sparkasse Oberhessen in Ortenberg, bei der Hellerschen Buchhandlung in Büdingen oder unter 06046-3184 (Dörthe Herrler) zu erhalten. An der Abendkasse gibt es Karten für 16 Euro. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Einlass ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Jazz-Matinee mit Anselm Wild & Friends

Zu einem Jazz-Matinee mit Anselm Wild & Friends lädt der Kulturkreis Ortenberg am 04.11.2018 ab 11 Uhr ein. Die drei Vollblutmusiker aus der Rhein-Main-Region Anselm Wild am Schlagzeug, Rolf Plaueln an der Gitarre und Udo Kistner am Bass präsentieren virtousen, mitreißenden Jazz und werden das Publikum mit Titeln von Miles Davis, Charlie Parker, Hendrix und vielen mehr, sowie mit Eigenkompositionen, begeistern. Karten für das Matinee sind im VVK für 15 Euro, an der Vormittagskasse für 17 Euro erhältlich.

 


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