Artikel zum Thema: Gewerbe + Touristik



Von Dixieland bis Bebop am 17.03.2017 im Bürgerhaus Ortenberg

"Back to the Roots"

Echten Hot Jazz zelebrieren die Red Hot Hottentots (Ffm), eine der ältesten hessischen Jazzbands, die sich in letzter Zeit stark verjüngt hat. Ihr Repertoire reicht von New Orleans-Klassikern bis zu Evergreens der Swingzeit - von Joe „King“ Oliver und Louis Armstrong über Count Basie bis zu Duke Ellington.

Die mitreißende Vitalität der Formation, ihr Spielwitz und vor allem eine gute Portion Blues sprechen auch jüngere Jazzfans an, denn so scharf gewürzt und mit so viel Improvisationsfreude hört man Jazz selten.

Von klassischen Jazz-Interpretationen ausgehend fand die Band immer mehr zu einer kreativeren und mehr swingenden Spielweise bis hin zu Elementen des Bebop ohne jemals die Liebe zum traditionellen Hot Jazz zu verleugnen.

Weitere Infos unter www.jazzclub-ortenberg.de
 

Interessanter Fund in der Altstadt

Da staunte eine Ortenberger Familie nicht schlecht, als sie bei Bauarbeiten plötzlich auf einen aus Sandstein gemauerten Schacht stieß. Wohlgemerkt mitten im Nebengebäude, das gerade zu einem Café umgebaut wird. Gerade dort, wo sich eines Tages die Gäste wohlfühlen werden, ging es unübersehbar nach unten. Die Neugier war geweckt und so legte Hauseigentümer Thomas Taddeo den zugefüllten Schacht frei.

 
Allerlei Fundstücke traten dabei zutage – wie auch beim etwa 40 cm tiefen Aushub rund um den Schacht herum. Schnell füllten Tonscherben, Knochen, verrostete Eisenteile, ein kupfernes Herz, alte Fläschchen und ein Sandstein Relief die Fensterbänke. Bis zu einer Tiefe von 1,80 m legte Herr Taddeo den Schacht frei. Der Fachmann wusste er wo mit Vorsichtig und Umsicht gearbeitete werden musste. Schließlich sind Altbauten das Steckenpferd des Maurermeisters.
 
Bei der erreichten Tiefe scheint ein abgeschrägter Stein nun den weiteren Verlauf zur Straße hin anzuzeigen. Von weiteren Grabungen wurde jedoch abgesehen. Stattdessen entschlossen sich die Eigentümer, den Fund publik zu machen und Menschen zu informieren, die möglicherweise Licht ins Dunkel bringen könnten. Zumal man mittlerweile vor dem ca. 100x50cm großen senkrechten Schacht einen mit großen Basaltplatten gepflasterten Fußbodenentdeckt hatte.
 
Also schoss Yvonne Taddeo Fotos, berichtete in einer kurzen Mail über den Fund und sandte alles zusammen an Denkmalschutz, Stadtverwaltung und Stadtarchivar. Irgendjemand würde schon wissen, worum es sich hier handelte, so die Hoffnung der Familie, die inzwischen seit einigen Jahren auf dem alten Hof lebt, der auf den Grundmauern eines Burgmannenhauses errichtet worden war. „Wir sind auf diesem Hof schon auf einige Überraschungen gestoßen“, berichtet Frau Taddeo. „Im heutigen Büro war vor uns dreißig Jahre niemand drin gewesen. Seit dem hat es für den Raum nämlich gar keinen Zugang mehr gegeben. Doch das, was mein Mann jetzt ausgebuddelt hat, ist schon etwas ganz Besonderes.“
 
Mit dieser Ansicht stand sie nicht allein da. Kreisarchäologe Dr. Lindenthal mit Assistent Roland König, Bauamtsleiter Knickel und die historisch interessierte Marion Meuser waren der Einladung gefolgt und begutachteten den Fund, den Dr. Lindenthal als spannend bezeichnete. Er bedankte sich außerdem dafür, hinzugezogen worden zu sein, da viele Eigentümer diesen Schritt auf unbegründeter Furcht vor Problemen scheuen.

Viele Ideen zum Schacht kamen zur Sprache. Herr Knickel zog mögliche Parallelen zu Kellern in Lißberg, warf jedoch auch ein, dass es sich einfach um einen „Kühlschrank“ gehandelt haben könnte. Dass die Abdeckung, die Herr Taddeo als Schutz über die Öffnung gelegt hatte von unten gefroren war, könnte ein Hinweis darauf sein. Frau Meuser wies auf den Gang hin, den Martin Fürst zu Stolberg Roßla vor vielen Jahren am Schloß gefunden hatte. Er beendete die Grabung damals wegen Einsturzgefahr. Könnte es sich hier um etwas Ähnliches handeln? Eine Möglichkeit, die dem Archäologenteam jedoch nicht plausibel erschien. Weshalb sollte man dafür erst einmal senkrecht in die Tiefe steigen – oder wie käme man im Umkehrschluss aus dem Schacht heraus, wenn man von der anderen Seite gekommen wäre?

Neuen Ideen stellten sich neue Fragen gegenüber.
 
Nun ging es an die Dokumentation. Herr König fotografierte den gesamten Raum um den Schacht akribisch Dezimeter für Dezimeter. Zum Schluss ging es dann auch noch hinunter, denn eine gemauerte Rundung gegenüber der Abschrägung könnte darauf hinweisen, dass der Schacht einst auf einen alten Brunnen aufgemauert wurde. Schließlich hat im Laufe von vielen Hundert Jahren seit der Zeit der Burgmannen hier Generation auf Generation gebaut und ihre baulichen Veränderungen als Fingerabdrücke hinterlassen. Um vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, nahm Dr. Lindentahl eine Mörtelprobe der runden Mauerung.
 
Zustimmung fand diese Theorie auch bei dem später hinzugestoßenen Stadtarchivar Michael Schroeder, der es aufgrund der Tatsache, dass für das Schloss einst ein Brunnen außerhalb des Schlosses angelegt worden war, durchaus für möglich hielt, dass auch die Burgmannen in diesem Zuge einen Brunnen anlegen ließen.
Was den Basaltboden betrifft, so Dr. Lindenthal, kann man davon ausgehen, dass es sich hier bereits um eine Zweitnutzung der Platten handelte. Dem wiederum konnte Herr Taddeo zustimmen, weil er bei Kanalverlegungsarbeiten im Hof, nochmal 80cm tiefer auf diesen Bodenbelag gestoßen war – allerdings genauer verlegt, als nun hier im Gebäude, was auf eine eher Laienhafte Wiederverwendung hindeutet. Aus irgendeinem Grund war ein Teil des Hofbelags also einst dazu genutzt worden, den Boden im Gebäude auszulegen. Ein Ablaufstein gibt einen Hinweis auf mögliche Schlachtungen an dieser Stelle. Zum Abschied nahm das Archäologenteam gern die Einladung an, sich auch den historischen Keller anzusehen. Wenn man sowieso schon mal hier ist …
 
Familie Taddeo ist stolz auf diese weitere Besonderheit ihres Zuhauses. Schließlich gehört zu dem Einzelkulturdenkmal schon der geräumige Gewölbekeller aus Burgmannenzeiten, der samt seiner über zwei Meter breiten Treppe einst einen großen Brand im 17.Jahrhundert überlebt hatte und kurioser Weise eine Toilettenanlage auf dem Hof aus dem 18.Jahrhundert, welche, ebenfalls noch im Originalzustand, gewiss auch eines Tages von den Eigentümern saniert werden wird. Den Schacht als dritte Besonderheit hätten Taddeos im späteren Gastraum gern in Szene gesetzt, doch die aufsteigende Feuchtigkeit verhindert dies. Einfach mit Leichtbeton zulaufen lassen, das brachten sie dennoch nicht übers Herz und entschieden sich dafür, stattdessen mit einem leichten Auffüllmaterial zu arbeiten. Leicht zu entfernen bietet dies immer die Möglichkeit, bei neuen Erkenntnissen wieder an den Fund heranzukommen, sollte dies jemals nötig sein.   

Apfelstammtisch mit Verkostung alter Apfelsorten und Sortenbestimmung

Der Obst- und Gartenbauverein Ortenberg 1983 e.V. lädt ein zur Verkostung alter Apfelsorten und Sortenbestimmung

Hiermit lädt der Obst- und Gartenbauverein unter Leitung des 2. Vorsitzenden, Herrn Timo Berk, alle Mitglieder, Freunde und interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Apfelstammtisch ein.

Der Apfelstammtisch findet am Donnerstag, den 13. Oktober 2016, um 19:00 Uhr im NABU-Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ in Ortenberg/Selters statt.

Beim Apfelstammtisch besteht Gelegenheit, alte und neue Apfelsorten zu verkosten.

Wer möchte, kann seine eigenen Apfelsorten bestimmen lassen. Hierfür werden 4 – 5 Früchte und ein Ästchen mit Blättern des Baumes benötigt.

Im begleitenden Vortrag informiert Timo Berk über Standortansprüche der Apfelbäume, wie Bodenbeschaffenheit, Lichtverhältnisse oder Bepflanzung in der unmittelbaren Umgebung.

Für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ihr Obst- und Gartenbauverein Ortenberg 1983 e.V.

Jagdgenossenschaft Bergheim leistet Beitrag zur Dorfverschönerung

Seit vielen Jahren organisiert und finanziert die Jagdgenossenschaft Bergheim den Blumenschmuck am Bachgeländer entlang der Bleiche. In diesem Jahr mussten sämtliche Halterungen für 18 Blumenkästen erneuert werden. Deren Herstellung und Montage war ein Auftrag, den der Bergheimer Handwerksbetrieb Kurt Schneider ausführte. Für diese Maßnahme sowie für Blumenerde, Blumen und Pflanzung gaben die Jagdgenossen 750 Euro aus. Nun übergaben sie den Blumenschmuck einschließlich der Halterungen und Blumenkästen in die Obhut des Ortsbeirates und verbanden dies mit einem herzlichen Dank an die Bergheimer Frauen und Männer, die seit Jahren die Blumen pflegen.

Die Verschönerung des Ortsbildes ist jedoch nicht die einzige Maßnahme, die die Jagdgenossenschaft Bergheim finanziell unterstützt. So gaben die Jagdgenossen in jüngerer Vergangenheit den Impuls für die Erneuerung der Friedhofswege und die Schaffung eines barrierefreien Zugangs und ließen sich diese Verbesserung zum Wohle der Bürger 5000 Euro kosten.

Der Seniorenclub Bergheim erhält jedes Jahr eine kleine finanzielle Zuwendung. Beim Ankauf einer neuen Spülmaschine im Bürgerhaus Bergheim leistete die Jagdgenossenschaft vor Jahren ebenfalls ihren Beitrag. Weiterhin wurden verschiedene Maschinen und Geräte angeschafft, die alle Bergheimer Jagdgenossen kostenlos nutzen können. Jagdgenossen sind übrigens alle Personen, welche ein bejagbares Grundstück in der Gemarkung Bergheim haben.

In den nächsten Jahren, so betonten der Vorsitzende Otto Emrich und sein Stellvertreter Waldemar Koch, werde der Schwerpunkt der finanziellen Aufgaben der Jagdgenossenschaft bei der Unterhaltung der Feldwege und dem Heckenschneiden liegen. „Trotzdem werden wir für die Wünsche und Anregungen des Ortsbeirates stets ein offenes Ohr haben“, versprachen sie.

 

Öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24.05.2016

Am Dienstag, 24. Mai 2016 findet um 20:00 Uhr im Bürgerhaus Ortenberg die 2. öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ortenberg statt.


T a g e s o r d n u n g
Punkt 1: Anfragen der BürgerInnen und der Stadtverordneten
Punkt 2: Genehmigung der Tagesordnung
Punkt 3: Berichte aus den Ausschüssen
Punkt 4: Mitteilungen des Magistrates / der Bürgermeisterin
Punkt 5: Kommunalinvestitionsprogrammgesetz (KinvFG Bundesprogramm) Genehmigung außerplanmäßiger Ausgaben zur Umsetzung der Punkt 2.1, 2.3, 2.5 und 2.6 – Kesselanlagen
Punkt 6: Kommunalinvestitionsprogrammgesetz (KIPG Landesprogramm)
hier: Ergänzung der Projektliste der Stadt Ortenberg
Punkt 7: Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgabe bei der Haushaltsstelle 10.01.02.0001.841820 zum Ankauf von Flächen für die Bewirtschaftung mit Schafen und den Naturschutz im Rahmen der Ersatzgelder-Regelung des Wetteraukreises
Punkt 8: Genehmigung zur Leistung einer überplanmäßigen Auszahlung
hier: Verbindungsweg zum Rauhen Berg in Gelnhaar
Punkt 9: Bescheid des Innenministerium über die Gewährung einer Zuweisung aus dem Landesausgleichsstock für die Jahre 2003 – 2008
hier: Beratung und Beschlussfassung über die Annahme des Bescheides
Punkt 10: Aufstellung einer Ergänzungssatzung nach § 34 (4) Nr. 3 BauGB in der Gemarkung Usenborn mit der Bezeichnung „Am Totenweg“
hier: Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zu den in der Zeit vom 03.11.bis 04.12.2015 nach den § 3 (2) und 4 (2) BauGB durchgeführten Verfahren
und Satzungsbeschluss der Ergänzungssatzung mit der Bezeichnung „Am Totenweg“ Gemarkung Usenborn, gem. § 10 (1) BauGB
Punkt 11: Namensgebung Bürgerhaus Ortenberg
Punkt 12: Antrag FWG-Fraktion auf Einrichtung von einheitlichen Email-Adressen für die Ortsbeiräte und die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung

63683 Ortenberg, 13.05.16
gez.
Ute Arendt-Söhngen
Stadtverordnetenvorsteherin


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