Artikel zum Thema: Einsatzberichte



Ausbildungsveranstaltung zur Rettung von Menschen mit Behinderung

Aufgrund der seit Jahrzehnten vorhandenen Wohneinrichtung „Rauher Berg“ mit angeschlossener Werkstatt für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung in Gelnhaar wurden die Ausbildungsinhalte für die Einsatzkräfte des Löschbezirks Ost (Stadtteilfeuerwehren Gelnhaar und Usenborn) in diesem Jahr erweitert. Zurzeit wird das Wohnheim durch einen Neubau erweitert, und somit die Personenzahl in dieser Einrichtung von zurzeit 98 auf ca. 200 erweitert. Aufgrund der besonderen Lage des Objektes und der zu erwartenden Einsatzsituationen informierten sich die Einsatzkräfte der beiden Stadtteile in den letzten Jahren über dieses Thema. Im Einsatzfall können das Verhalten und die Reaktionen der Menschen mit geistiger Behinderung bei fehlender Kenntnis von den Einsatzkräften ggf. zu besonderen Situationen führen. Aufgrund dieser Kenntnis wurde bereits am 01.06.2010 eine Alarmübung in Zusammenarbeit mit der Einrichtung durchgeführt. Am Montag den 27.02.2012 konnte zur Erweiterung der Kenntnis ein externer Ausbilder für einen Unterricht und praktisches Vorgehen gewonnen werden. Um 19:30 Uhr konnte Herr Karlheinz Ladwig, Mitglied des gemeinsamen Ausschusses des vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. und DFV, sowie langjährige Einsatzkraft der Feuerwehr Hanau) in dem Schulungsraum im Feuerwehrhaus Gelnhaar begrüßt werden. Der Kamerad Ladwig ist ebenso seit Jahren im Bereich der Brandschutzerziehung- und Aufklärung tätig. Ebenso arbeitet er aktiv in der Brandschutzaufklärung für Menschen mit Behinderung im gesamten Bundesgebiet mit.

Der Unterricht wurde durch eine theoretische Einleitung über die verschiedenen Arten von Behinderungen bei Menschen eingeleitet. Die Inhalte der Unterrichtspräsentation wurde durch die Teilnehmer hinterfragt, und somit konnte eine aktive Zusammenarbeit erzielt werden. Im zweiten Unterrichtsabschnitt wurden in einer praktischen Unterweisung Rettungs- und Evakuierungshilfen für den Einsatzzweck vorgestellt, und die Teilnehmer konnten im Feuerwehrhaus Gelnhaar mit den Hilfsmittel üben, was die Erkenntnis brachte, dass bei einer schnellen Evakuierung und Räumung die Rettung von Personen mit einer Behinderung keine alltägliche Lage ist. Nach diesem Abend konnten die Teilnehmer jedoch die Erkenntnis erlangen, dass die Aufnahme des Themas in den jährlichen Ausbildungs- und Übungsplan in Zukunft erforderlich ist.

Auf diesem Wege ist noch einmal dem Kameraden Ladwig zu danken, da dieser die Anreise von Hanau auf sich nahm, um das Thema den Einsatzkräften des Löschbezirks Ost näher zubringen.


 

Text und Bilder: Lars Henrich, Stadtbrandinspektor Ortenberg

Kaminbrand im Stadtteil Usenborn

Am Freitag, den 20.01.2012 wurden die Feuerwehren des Löschbezirkes Ost der Stadt Ortenberg (Stadtteilfeuerwehr Usenborn und Gelnhaar) mit dem Einsatzstichwort „Kaminbrand“ gegen 18:48 Uhr in den Stadtteil Usenborn alarmiert. Die ersten Einsatzkräfte waren aus Usenborn mit einer Besatzung von einer Löschgruppe innerhalb kürzester Zeit an der Einsatzstelle.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte aus Gelnhaar wurde durch diese die Wasserversorgung bis zum Verteiler in Bereitstellung aufgebaut. Zur weiteren Sicherung der Einsatzstelle wurde in dem 2 Familienhaus in jedem Geschoß ein Sicherungsposten mit Feuerlöscher bereitgestellt. Durch die Zentrale Leitstelle wurde bereits während der Anfahrt der Einsatzkräfte der zuständige  Bezirksschornsteinfegermeister informiert. Dieser war von Ranstadt auf der Anfahrt. Da ebenfalls ein Schornsteinfegermeister Mitglied der Einsatzabteilung der Stadtteilfeuerwehr Gelnhaar ist, konnten die ersten Maßnahmen bis zum Eintreffen des zuständigen aus Ranstadt von der Feuerwehr eingeleitet werden.

 

Nach dem Eintreffen des Bezirksschornsteinfegermeisters wurde durch diesen der Kamin gekehrt, die Feuerwehr unterstützte diese Maßnahme durch das vorhandene feuerwehrtechnische Gerät. Nach ca. 1 Stunde war der Einsatz der Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle konnte dem Hauseigentümer übergeben werden. Von Seiten der Feuerwehren waren 18 Einsatzkräfte vor Ort.

 

 

Text und Bilder: Lars Henrich, Stadtbrandinspektor Ortenberg

Reinigungsarbeiten verursacht Gefahrguteinsatz für die Feuerwehr

Eine vorgeschriebene und geplante Reinigungs- und Wartungsarbeit an der Ammoniakanlage innerhalb der Eisfabrik zog ein Großeinsatz der Feuerwehr nach sich. Am Mittwochen, den 04.01.2012 wurden die Feuerwehren des Gemeinsamen Feuerwehrhauses in Selters, die Stadtteilfeuerwehren Bleichenbach und Bergheim mit dem Einsatzstichwort "Gefahrguteinsatz" gegen 11:15 Uhr alarmiert. Neben den örtlichen Kräften erfolgte ebenfalls die Alarmierung des Gerätewagen Atemschutz aus Bad Nauheim, dem Einsatzleitwagen 2 des Wetteraukreises aus Echzell und des Gefahrgutzuges des Wetteraukreises aus Büdingen und Friedberg nach Selters in die Hauptstrasse.  

Nach Aussage der Polizei ging eine Notrufmeldung bei deren Zentrale ein, dass in der Eisfabrik Ammoniak, was als Kühlmittel in solchen Betrieben genutzt, ausgetreten ist. Diese Meldung wurde an die Zentrale Leitstelle in Friedberg weitergeleitet. Durch diese vorliegenden Information wurden die genannten Einsatzkräfte alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Kräfte aus dem gemeinsamen Feuerwehrhaus wurde eine Erkundung durchgeführt. Verwundert über den laufenden Betrieb innerhalb des Gebäudes, und den überraschenden Empfang durch den Betriebsleiter, wurde festgestellt, dass der gemeldete Austritt des Kühlmittel Ammoniak nicht vorlag. Nach dem Eintreffen des Gerätewagen mit Messgeräten zur Feststellung von Gefahrgut aus Friedberg wurde zum endgültigen Ausschließen, eine Messung durchgeführt.

Im Kellerbereich des Gebäudes wurde durch eine Wartungsfirma die Ammoniakanlage gewartet und gereinigt, was ein Entlüften notwendig machte. Aufgrund dieses Entlüften verteilte sich der Ammoniakgeruch in diesem Bereich und auch auf den angrenzenden Bereich der Bundesstrasse. Dies veranlasste ein Bürger, den Notruf über das Szenario abzusetzen.

Die alarmierten Einsatzkräfte, die sich im Bereitstellungsraum im Bereich des gemeinsamen Feuerwehrhauses aufgestellt hatten, konnte nach kurzer Zeit, und dem Feststellen das keine Gefährdung vorliegt, aus dem Einsatz entlassen und wieder zu ihren Unterkünften zurückgeschickt werden.   Der Einsatz war gegen 13:00 Uhr für die Einsatzkräfte beendet.  

Bericht: Lars Henrich, Stadtbrandinspektor

20 jähriger Autofahrer erlag seinen Verletzungen

In der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 03:00 Uhr aufgrund der eingehenden Meldungen wurde durch die Zentrale Leitstelle in Friedberg die Einsatzkräfte der Stadtteilfeuerwehren Lißberg, Eckartsborn, das gemeinsame Feuerwehrhaus in Selters und Bleichenbach zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nach Lißberg alarmiert.

 

Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräften wurde durch den Rettungsdienst, der bereits an der Einsatzstelle die Erstmaßnahmen durchführte, dem Einsatzleiter der Feuerwehr mitgeteilt, dass die verunfallte Person unter dem PKW eingeklemmt ist. Nach Untersuchung konnte durch den Notarzt vor Ort leider nur der Tod des PKW-Fahrers festgestellt werden.

 

Die Tätigkeiten der alarmierten Einsatzkräfte beschränkten sich, neben dem Ausleuchten der Einsatzstelle, auf die Befreiung des eingeklemmten  PKW-Fahrers unter dem PKW. Nach ca. 1,5 Stunden konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle der Polizei übergeben.

 

Bericht: Lars Henrich, Stadtbrandinspektor Ortenberg
Bild: hr-online

 

Unwetter beschäftigt die Feuerwehren

Unwetter über Usenborn - Löschbezirk Ost im Einsatz

Am Mittwoch, 22. Juni ging gegen 16.00 Uhr eine große Menge Niederschlag über Usenborn nieder. Gemessen wurden knapp 35 Liter in nur 30 Minuten. Dies erforderte dann den Einsatz der Feuerwehren aus Usenborn und Gelnhaar (LB Ost) und Bergheim (LB Süd).

Zuerst waren die Schlamm- und Wassermassen über einen Graben auf die Gärten und die Straße “Am langen Strich” zugekommmen, bevor einige Vorgärten und Wohnhäuser, sowie eine Garage überschwemmt wurden.

Im gesamten Ortenberger Stadtgebiet wurden die Wehren zu mehr als 12 Einsätzen gerufen. Die TEL Ortenberg (Technische Einsatzleitung) wurde im gemeinsamen Feuerwehrhaus eingerichtet und koordinierte die Einsätze von dort aus lokal.

Eingesetzt waren an den Einsatzstellen in Usenborn

Ortenberg 5-19, Besatzung 1:1
Ortenberg 5-41, Besatzung 1:6
Ortenberg 4-19, Besatzung 1:2
Ortenberg 4-48, Besatzung 1:4
Ortenberg 6-45, Besatzung 1:2 (mit 2 I-Saugern)

Die Fotos zeigen die Schlammablagerungen und die Kräfte des Wassers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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