Mobilitätsexperiment „Anders mobil“ startet in der Wetterau

Der Umstieg auf ökologisch und sozial verträglichere Verkehrsmittel im Alltag ist nicht immer einfach. Wie wäre es, wenn man einfach einmal Alternativen zur gewohnten Alltagsmobilität mit dem Auto testen könnte? Diese kostenlose Möglichkeit nehmen in den kommenden Monaten 20 Personen aus Ortenberg, Glauburg und Ranstadt wahr. In dem Mobilitätsexperiment der „Dorfbeweger“ und des ISOE erproben 14 Personen ein E-Bike oder E-Lastenrad, sieben erproben den öffentlichen Nahverkehr. 


Am 5. Mai um 18.30 Uhr findet der offizielle Startschuss des Experiments mit der Übergabe der Räder durch den Vertragspartner Riese & Müller auf dem Ortenberger Marktplatz statt. Bis Ende August haben die Teilnehmenden Zeit, sich in ihrer neuen Alltagsmobilität einzufinden und neue Routinen aufzubauen, etwa auf dem Weg zur Arbeit. „Wir erhoffen uns vom Pendelexperiment, dass die Teilnehmenden die Vorteile nachhaltiger Mobilität entdecken und damit weitere Bürgerinnen und Bürger in der Region dazu ermutigen, Alternativen zum Auto auszuprobieren,“ erläutert Pia Heidenreich-Herrmann von Dorfbeweger e.V. das Engagement des Vereins. 


Dreh- und Angelpunkt für nachhaltige Mobilität: Veränderungen von Routinen 


„Die Veränderung einer Routine wie zum Beispiel der gewohnte Weg zur Arbeit ist der Dreh- und Angelpunkt für eine nachhaltige Alltagsmobilität,“ sagt Luca Nitschke, Mobilitätsforscher am ISOE. „Diese Veränderung ist mit einer mitunter intensiven Umgewöhnung und vielen Fragen verbunden, die wir während des Mobilitätsexperiments mit den Teilnehmenden angehen wollen.“ Was ist der beste Weg, um mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz zu kommen? Welche Ausrüstung brauche ich, um alles transportieren zu können und jedem Wetter gewachsen zu sein? Wie lange brauche ich für den neuen Arbeitsweg und welche anderen Alltagswege kann ich noch ohne Auto unternehmen? Die Antworten, die die Teilnehmenden finden, werden im Rahmen des Experiments auch an die Bürgerinnen und Bürger an sowie die Planungsverantwortlichen in der Region weitergegeben.


Das Mobilitätsexperiment ist Teil des praxisorientierten Forschungsprojekts ‚transform-R‘ und wird gemeinsam mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain umgesetzt. „Für uns geht es dabei nicht um Theorie, sondern ums Machen: Dinge ausprobieren, neue Wege testen und konkrete Verbesserungen vor Ort anstoßen,“ sagt Rouven Kötter, Erster Beigeordneter und Mobilitätsdezernent des Regionalverbands FrankfurtRheinMain. „Wir wollen Möglichkeiten schaffen, damit der Umstieg auf Fahrrad, Bus und Bahn im Alltag wirklich funktioniert. Mobilität muss Spaß machen, gleichzeitig sicher, verlässlich und komfortabel sein – nur dann wird sie auch angenommen. Die Mobilitätsexperimente liefern genau die Erkenntnisse, die wir brauchen, um diese Angebote besser zu verknüpfen und Schritt für Schritt attraktiver zu machen.“ 


Weitere Informationen zum Experiment und Projekt finden Sie unter https://www.transform-region.de//Anders-Pendeln/ 
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Sie haben Fragen zum Experiment allgemein?
 

Pia Heidenreich-Herrmann
 
 

Luca Nitschke
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Tel. +49 69 7076919 20
 
 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Ortenberg

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