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MGV Liederkranz Usenborn

Robert Wegener

Stolberger Straße 48
63683 Ortenberg ST Usenborn

Telefon (06046) 2752

www.liederkranz.usenborn.de



Veranstaltungen


08.11.​2020
11:00 Uhr
 
29.11.​2020
17:00 Uhr
 

Gastroangebote


08.11.​2020 bis
08.11.​2020
11:00 Uhr
 

Aktuelle Meldungen

Winfried Blum, Reinhold Rausch und Walter Schmidt singen seit 40 Jahren

(22. 09. 2020)

Zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen hatte der MGV „Liederkranz“ 1898 Usenborn ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Mit zwei Liedvorträgen eröffnete der Chor unter Vizechorleiter Hermann Schmidt die Versammlung. Nach einer Begrüßung der Mitglieder und des Ehrenchorleiters Hartmut Fillsack berichtete der Vorsitzende Robert Wegener, dass der Verein derzeit 139 Mitglieder zählt, darunter 38 Aktive. Neben den 43 Singstunden ist der Chor im vergangenen Jahr 26 Mal öffentlich bei Wettbewerben, Konzerten, Liederabenden und Ständchen aufgetreten. Robert Wegener bedankte sich bei den Sängern und allen Helfern, die den Verein tatkräftig unterstützt haben.

 

Das Jahr 2009 war von viel Arbeit, fröhlicher Geselligkeit und schönen Erfolgen geprägt. Anfang März verbrachte der Verein ein Singwochenende im Gasthaus „Deutsches Haus“ in Bermuthshain. Ende März setzte er seine beliebte Konzertreihe „Glanzlichter des Chorgesangs“ mit dem Chor 84 Obertshausen im Bürgerhaus Gelnhaar fort. Im Juni war der Höhepunkt erreicht. Beim Wettstreit in Pohl-Göns errang der Chor mit Chorleiter Matthias Schmitt mit 20,9 Punkten sein erstes Silberdiplom und den 2. Platz in seiner Gruppe hinter dem Männergesangverein „Eintracht“ Hasselbach. Eine Woche später ging es dann nach Biebergemünd-Lanzingen zum Pokalwertungssingen. Nach einem hervorragend gemeisterten Auftritt belegte der Chor den 1. Platz in seiner Gruppe und ließ so renommierte Chöre wie die Harmonie Froschhausen und die Concordia Gunzenbach hinter sich. Ein Erfolg, mit dem niemand gerechnet hatte.


Das nächste große Ereignis war die Kerb im August. Bei der Verwirklichung eines neuen Kerbkonzeptes wurde tatkräftig mitgeholfen und die Gäste wie auch die Vereinsgemeinschaft Usenborn waren rundum zufrieden. Zu guter Letzt wurde im November das Schlachtfest im Bürgerhaus ausgerichtet. Ein großer Ansturm auf die von Metzgern aus dem Verein gemachte Hausmacher Wurst und die angebotenen Schlachtplatten bescherten dem Verein eine glückliche Veranstaltung.


Zum Abschluss seines Jahresberichtes gab der Vorsitzende eine Vorschau auf die schon feststehenden Termine für 2010. Die erfolgreiche Konzertreihe unter dem Motto „Glanzlichter des Chorgesangs“ wird fortgesetzt. Ein Termin steht leider noch nicht fest. Im Mai nimmt der Liederkranz an einem Chorwettbewerb der Teutonia Bernbach teil. Im Juni findet ein Chorfestival des Gesangvereins 1845 Meerholz statt. Hier misst sich der Chor in der Gruppe M3B mit den Chören MGV Union 1873 Wald-Michelbach, Sängervereinigung Saulheim und MGV 1893 Rippenweier. Im Oktober unternimmt der Chor einen mehrtägigen Ausflug nach München mit einem Auftritt in einer großen Kirche. An diesem Ausflug können alle Mitglieder, Sänger und Freunde des Vereins teilnehmen. Das Schlachtfest findet am 7. November statt.


Bei den Vorstandswahlen wurde der geschäftsführende Vorstand wieder bestätigt. Robert Wegener bleibt 1. Vorsitzender, Reinhold Rausch 2. Vorsitzender, Heiko Fleischer Schriftführer und Reinhard Hauck Rechner. Stimmführer 1. Tenor wurde Jens Müller, 2. Tenor David Schmidt, 1. Bass Sascha Schupp und 2. Bass Andre Pietschmann, Vizechorleiter bleibt Hermann Schmidt, Beisitzer sind Frank Wegener, Walter Schmidt, Hartmut Stumpf, Jan Müller und Klaus Helfrich. Als Jugendvertreter wurde Benjamin Rausch wiedergewählt. Als Notenwart wurden Michael Pfrogner mit Stellvertreter Herbert Anwand bestätigt.


An diesem Abend standen auch Ehrungen für langjährige Mitglieder an. Der Vorsitzende des Niddertal-Sängerbundes, Hans Flach, war gekommen, um drei aktive Mitglieder zu ehren. Er überreichte Reinhold Rausch, Winfried Blum und Walter Schmidt für 40-jährige aktive Sängertätigkeit eine Urkunde und eine Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes. Im Anschluss überreichten Robert Wegener und Reinhold Rausch die Vereinsehrungen an die Mitglieder, die den Verein seit vielen Jahren aktiv wie passiv unterstützen. Reinhold Rausch, Walter Schmidt und Winfried Blum erhielten die goldene Vereinsehrennadel für 40-jährige aktive Mitgliedschaft im „Liederkranz“. Jürgen Gummy erhielt für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft und Reiner Reich und Klaus Helfrich für 40 Jahre passive Mitgliedschaft die silberne Vereinsehrennadel. Für den besten Singstundenbesuch erhielten Hans-Werner Groth, Walter Schmidt und Reinhold Rausch, die im abgelaufenen Jahr nur einmal fehlten, David Schmidt, Ronald Sittner und Andre Pietschmann, die jeweils zweimal fehlten, und Robert Wegener, der dreimal fehlte, eine Anerkennung. Interessierte am Chorgesang sind beim Liederkranz immer herzlich willkommen. Singstunde ist immer montags um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Usenborn.

Foto zur Meldung: Winfried Blum, Reinhold Rausch und Walter Schmidt singen seit 40 Jahren
Foto: Winfried Blum, Reinhold Rausch und Walter Schmidt singen seit 40 Jahren

Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte

(22. 09. 2020)
Pokalsieg beim Chorfestival in Kassel.

Der Liederkranz Usenborn ist ein Chor, dem es Spaß macht, leistungsorientiert zu arbeiten. Jedes Jahr stellen sich die Sänger neuen musikalischen Herausforderungen und erarbeiten sich in den wöchentlichen Chorproben neue Stücke. Ausgewählt werden solche Werke, die den Chor weder unter- noch überfordern, die ihm gleichzeitig aber auch ermöglichen, sich musikalisch und stimmlich weiter zu entwickeln. Es ist dann selbstverständlich, dass die Sänger und ihr Chorleiter diese Entwicklung im Wettbewerb mit anderen Chören austesten wollen, um daraus wieder Erfahrungen zu sammeln für die weitere Arbeit.

 

34 Chöre nahmen am Volksliederwettbewerb in Kassel teil.

Soviel zur Theorie. Praktisch ist so eine Wettbewerbsteilnahme für alle Beteiligten immer eine äußerst aufregende Sache. Das konnte man auch in diesem Jahr wieder erleben, als der Liederkranz nach Biebergemünd zu den Kasseler Harmonie-Chören reiste. Diese veranstalteten dort das erste Main-Kinzig-Chorfestival, in dessen Rahmen am Sonntag, dem 15. Mai, ein nationaler Volksliederwettbewerb stattfand.

 

Schon früh am Morgen trafen sich die Usenborner Sänger im heimischen Bürgerhaus, um ihre Stimmen warm zu machen und die Wettbewerbsstücke noch einmal zu proben. Chorleiter Matthias Schmitt rief seinen Sängern einzelne diffizile Passagen noch einmal ins Bewusstsein. Dann ging es mit dem Bus in Richtung Spessart. Die Usenborner erwartete ein wolkenverhangener Himmel, unter dem ein großes Festzelt aufgestellt war. Der Wettbewerb selbst fand in der benachbarten, neu errichteten Kasseler Konzerthalle seinen Verlauf. 34 Chöre waren angereist, die Auftrittszeit für den Liederkranz war gegen 14 Uhr angesetzt.

 

Nach einem weiteren Ansingen mit aufmunternden Hinweisen des Chorleiters, der am Vortag bereits mit seinem Chor HARMONIE Bernbach einen Preis beim Chorwettbewerb errungen hatte, warteten die Sänger am hinteren Eingang der Konzerthalle gespannt auf ihren Auftritt. Nachdem die Chöre der Gemischten Klasse G2a gesungen hatten, war es nun endlich soweit: Die Männer aus Usenborn eröffneten die Kategorie der Männerchöre M3 von 29 bis 39 Sängern. Insgesamt zehn Chöre hatten sich für diese Klasse angemeldet, die deshalb geteilt worden war. Mit dem Liederkranz Usenborn waren Männerchöre aus Rothenbergen, Leuscheid, Watzenborn- Steinberg und Steinefrenz am Start.

 

Für einen Chor wird es immer wieder als heikel angesehen, als Erster in einer Kategorie zu singen, aber das war in diesem Falle einfach Schicksal. Die Usenborner nahmen sich vor, das Beste aus der Situation zu machen und die Messlatte möglichst hoch anzusetzen. Vor fachkundigem Publikum in der voll besetzten Konzerthalle und natürlich vor den beiden Preisrichtern Prof. Michael Schmoll aus Dortmund und Stefan Claas aus Aschaffenburg brachte der Chor seine Vorträge zu Gehör.

 

Im Vergleich zum Vorjahresprogramm hatte Matthias Schmitt das Wettbewerbsprogramm ein wenig umgestellt: Zwei Stücke wurden kontinuierlich weiterentwickelt und ein Neues kam in diesem Jahr hinzu. Mit „It was on a Monday Morning“ (Siegfried Strohbach), einem polyphonen Arrangement in englischer Sprache, begannen die Usenborner ihren Vortrag. Als zweites Volkslied trugen sie eine musikalische Naturbetrachtung in schwedischer Sprache vor: „Pa fjället i sol“ (Von den Bergen im Licht) des Spätromantikers Wilhelm Peterson-Berger. Den Abschluss bildete dann ein Stück aus Österreich: „Bitte Betti“ von Herwig Reiter. Dieses ursprünglich für Frauenchor komponierte, sprachtechnisch und rhythmisch sehr anspruchsvolle Werk, beschreibt die elterlichen Mühen mit einem ungehorsamen Kind.

 

Das Publikum honorierte jedes Lied mit lang anhaltendem Applaus und besonders nach dem letzten Stück „Bitte Betti“ ertönten einige Bravorufe. Auch die Sänger auf der Bühne hatten den Eindruck, dass sie heute einen besonders guten Tag erwischt hatten: Der Auftritt verlief wie am Schnürchen und der Chorleiter signalisierte seine Zufriedenheit schon während der Vorträge. So konnte man nach dem Auftritt glücklich die Bühne verlassen. Zum großen Teil blieben die Sänger im Saal, um – jetzt etwas entspannter – die weiteren Chöre in der Gruppe anzuhören. Besonders der Chor aus Steinefrenz bestach durch einen runden und schönen Chorklang.

 

„Bitte Betti“ - Mut zur innovativen Chorliteratur wurde belohnt...

Die Entscheidung lag nun bei den Wertungsrichtern und so war Warten angesagt, bis alle Kategorien beendet waren. Die Zeit wurde für ein gutes Mittagessen und kühle Getränke an der Theke im Festzelt genutzt. Einige Sänger lauschten auch noch weiter dem einen oder anderen Chor im Konzertsaal, vor allem aber den großen Männerchören der Klassen M2 und M1. Wie üblich bei so einer Veranstaltung, füllte sich das Festzelt nach dem Singen zusehends, bis um etwa halb acht die Punktbekanntgabe vonstatten ging. Die Spannung im Zelt war förmlich zu greifen.

 

Die Punkte wurden in der Reihenfolge der Auftritte verlesen. Nach der Kategorie G2 kam man zur M3 und zum Liederkranz, der für seine vorgetragenen Volkslieder 116, 114 und 117 Punkte, also insgesamt 347 Punkte erhielt. Ein Sänger bemerkte, dass dies bis dahin die höchste Wertung aller Chöre war. Dann kam die Wertung von Rothenbergen, die ihnen 316 Punkten einbrachte und Leuscheid, die mit 331 Punkten bedacht wurden. Mit großem Punktvorsprung war der mittlere Platz den Usenbornern in ihrer Gruppe also schon mal sicher. Die Wertung für Germania Watzenborn-Steinberg lag dann mit 323 Punkten noch unter der Leuscheids. Damit war nun auch der zweite Platz gesetzt. Aber wie würde Steinefrenz abschneiden? Mit Spannung wurden die einzelnen Punkte vorgelesen. Volkslied A 115, B 116 und C ebenfalls 116 Punkte. Damit lag der Liederkranz mit dem Frohsinn Steinefrenz bei gleicher Gesamtpunktzahl gemeinsam auf dem ersten Platz in ihrer Gruppe. Jubel und große Freude über die in ihrer Kategorie mit Abstand überragende Wertung machte sich bei den Sängern des Liederkranzes breit.

 

Es folgten die weiteren Ergebnisse. In der zweiten Gruppe der M3 konnte nur ein Chor mit einer noch höheren Punktezahl bestechen: Der renommierte Männerchor Niederzeuzheim mit 351 Punkten unter der Leitung von Jürgen Faßbender. In der M2 gab es auch nur einen Chor mit einer besseren Wertung: Münchholzhausen mit 352 Punkten. Als dann die Punktbekanntgabe mit der Kategorie M1 abgeschlossen war, wurde den Usenborner Sängern klar, dass sie gemeinsam mit Steinefrenz nicht nur ihre Klasse gewonnen hatten, sondern auch – und das ist das wirklich Erstaunliche – von den 34 teilnehmenden Chören die insgesamt dritthöchste Punktzahl erreichen konnten. Mit Umarmungen und gegenseitig Gratulationen gaben die Sänger ihren Stolz zum Ausdruck. Aufgrund der Punktgleichheit mit Steinefrenz musste noch der Siegerpokal ausgelost werden. Auch hier war dem Liederkranz das Glück hold und so fuhren die Sänger anschließend mit dem Bus in Feierlaune nach Hause, um in ihrem Stammlokal in Usenborn diesen denkwürdigen Tag ausklingen zu lassen.

 

Die Teilnahme beim Main-Kinzig- Chorfestival war ein großes Ereignis für den Liederkranz und bedeutet einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Ein großes Lob und herzliche Gratulation gebührt Chorleiter Matthias Schmitt, der dem Chor diese großartige Leistung entlockt hat. Ein herzlicher Dank gilt auch den Menschen, die den Chor tatkräftig unterstützt haben, die an ihn glaubten und immer mitgefiebert haben.

Foto zur Meldung: Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte
Foto: Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte

Neuauflage des Chorkonzerts „Reine Männersache“

(22. 09. 2020)

 Liebe Frauen und Männer, es ist wahr geworden.

 

Wegen der großen Nachfrage im März gibt es eine Neuauflage des Chorkonzertes der ganz anderen Art. Der „Liederkranz“ Usenborn präsentiert noch einmal „Reine Männersache“ am Samstag 05.11.2011 um 19.30 Uhr im Saal der Gaststätte „Zur Traube“ in Bleichenbach.

 

Wer möchte als Frau nicht die Welt der Männer verstehen und wer möchte als Mann nicht wissen was es heißt ein solcher zu sein? Auf diese offenen Fragen werden die Besucher, egal ob Mann oder Frau, noch einmal eine Antwort bekommen. Besonders die männlichen Gäste werden es nach dem Konzert wieder zu schätzen wissen, was es heißt, ein Mann zu sein. Mit stolzer Brust werden sie den Konzertsaal verlassen.

 

Der Liederkranz Usenborn präsentiert an diesem Abend „Männergesang“ auf eine andere Weise. Geboten wird ein aufgelockertes Programm mit internationaler Chorliteratur für Männergesang von der gefühlvollsten, nachdrücklichsten und bewegendsten Art, sowie witzigen Einlagen und Sketchen. Da bleibt kein Auge trocken.

 

Karten im Vorverkauf sind erhältlich für 8,00 € in der Gaststätte „Zur Traube“ in Bleichenbach, im Landgasthof „Zum Brunnenbach“ in Usenborn, bei der Stadtverwaltung Ortenberg (Tel.: 06046/8000-42), bei allen Sängern des „Liederkranz“ Usen­born und natürlich an der Abendkasse. Ein Euro pro Eintrittskarte geht wieder für einen guten Zweck an den Jugendbahnhof in Bleichenbach. Einlass ist ab 19.00 Uhr.

Waß de noch, wei des wor?

(22. 09. 2020)

Begeistertes Publikum im vollbesetzten Gelnhaarer Bürgerhaus: Mundartgruppe Melstaa tritt erstmals an Öffentlichkeit

 

(hwo). Vor einigen Jahren haben es viele bedauert, dass sich die bekannte und beliebte Mundartgruppe „Fäägmeel“ aufgelöst hat. Dies ging dem Mitbegründer der damaligen Band, Berthold Schäfer, genauso und er wollte es nicht hinnehmen, dass die Mundart im „modernen“ Leben immer weiter in Vergessenheit gerät.

 

Zum Glück fand er zwei neue Mitstreiter, mit denen er nun „Meelstaa“ gründete. Nach der „Fäägmeel“, in der die Getreidekörner gereinigt werden, nun die logische Fortsetzung: Der Mühlstein, der zur Weiterverarbeitung und zum Mahlen gebraucht wird. Mit dem Allroundtalent Berthold Schäfer (Gitarre, Schlagzeug, Mundharmonika, Gesang - und mindestens drei Dinge davon gleichzeitig) sitzen noch Michael Fennel (Gitarre und Gesang) sowie der aus Hawaii stammende David Domine (Bass und Gesang) auf der Bühne.


v Diese Bühne im vollbesetzten Bürgerhaus Gelnhaar war von den Veranstaltern, dem Usenborner Männerchor „Liederkranz“, mit vielen alten Dingen wunderbar ausgestattet worden. Da gab es die berühmte „Feegmeel“, aber auch alte Sensen, Dreschflegel, Strohballen, Maispflanzen, Sonnenblumen, Herbstlaub, Äpfel, eine Apfelpresse und noch vieles mehr, was die Zuhörer an einen früheren Bauernhof denken ließ.

 

Eröffnet wurde das Konzert von den „Brellosse“ unter der Leitung von Heiko Dietz, einer im Dialekt singenden Unterabteilung des „Liederkranzes“. Sie stimmten das Publikum mit „Schie is’n Samstag“ und „Waß de noch, wei des wor“ auf das Kommende ein. Robert Wegener begrüßte die Gäste und die Gruppe „Meelstaa“ und wünschte allen viel Spaß. Den hatten die Besucher wirklich, denn da wurde nicht einfach ein Programm abgespult, sondern da wurden die Lieder kurz erklärt, kleine Schwänke erzählt, zum Mitklatschen und Mitsingen animiert.


Schon die Begrüßung „G’nobend“ mit der Schilderung, wie die Gruppe dank der vielen Sperrungen auf Umwegen nach Gelnhaar gefunden hatte, war köstlich. Sie hatten mit „Imwege sei doch schie“ auch gleich das passende Lied.

 

Die Lieder spiegelten viele Facetten des Lebens wider. Da gab es die Erzählungen aus der Kindheit, da wurde an die „Eisblomme“ von damals erinnert oder mit „Weit und noh“ daran, wie es viele in die Weite zog.

 

Es gab „Schmusesongs“ über Herzschmerz und mehr, Nachdenkliches über den Herbst in der Natur und im Leben, oder die Feststellung „’s Lewe is bunt un narrisch“, aber auch, dass „alternativ“ manchmal auch „alter-naiv“ ist. Einfach um Spaß ging es bei den Liedern wie „Nachbars Gockel“, dem „Foahrroad“, das nicht anspringt, dem „Rerrer-Kerre-Bulldog“ oder der jungen Dame, die den „Gastebock“ immer dabei hatte. Herrlich auch die Feststellung, dass „mit em Aff uff’m Foahrroad“ die Gass viel zu eng ist. Die „Rure Roiwe Roppmaschin“ durfte natürlich auch nicht fehlen und es wurde lautstark mitgesungen.

 

Die Gruppe „Meelstaa“ singt vorwiegend Lieder ihrer Vorgänger, die zum Teil neu bearbeitet wurden. Es gibt auch ein paar bekannte Melodien mit völlig neuem Inhalt. „Mir hatte mol e Kuh, die hieß Marina“, passt prima zur Ohrwurm-Melodie, und ganz zum Schluss, nach der zigsten Zugabe, ließ sich „Wo die Äcker brat sei, die Wisse voll Keuh, wo die Berge voll Wald sei, da schmeckt uus die Bräu“ ganz leicht singen auf die Weise von „An der Nordseeküste“ - und das taten dann alle auch mit Begeisterung.

 

Bericht und Bild vom Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 16.10.2012

Foto zur Meldung: Waß de noch, wei des wor?
Foto: Waß de noch, wei des wor?

Mit Engagement, Hingabe und Können

(25. 08. 2020)

Argentinischer Chor Musica Quantica gastiert auf Einladung des Männergesangvereins Liederkranz Usenborn in Ortenberg


ORTENBERG (mü). Mit begeistertem stehendem Beifall, der sich bereits unmittelbar nach dem „Gloria“ aus der „Misa Criolla“ förmlich Bahn brach, hat das Publikum in der vollbesetzten Stadthalle Ortenberg den jungen Ausnahmechor „Musica Quantica“ gefeiert.

 

Was heißt es, wenn ein Mensch singt? Kann man mit der Stimme die Not eines Entrechteten widergeben, der aus der Tiefe zu Gott ruft? Die atmenlosen Einflüsterungen des Gewissens, das einen Mörder jagt? Die flehentliche Intensität eines „Kyrie“ in der Muttersprache? Die hinreißende Sinnlichkeit eines argentinischen Tango Nuevo, die Zartheit einer Apfelblüte im Baskenland – und den sanften Wind, der Meister Leonardo da Vinci zuraunt, dass es dem Menschen doch möglich ist, zu fliegen?


Man kann. Und wie es sich anhört, wenn junge Stimmen mit aller Hingabe, allem Engagement und allem Können, dessen sie fähig sind, singend in die nuancenreiche Welt der Emotionen eintauchen, das konnte man jetzt im Bürgerhaus Ortenberg erleben. Es ist wahrlich kein Wunder, dass es danach niemandem im Saal noch auf dem Stuhl hielt. Mit der Einladung an den 2006 gegründeten Kammerchor „Musica Qauntica“ unter der Leitung von Camilo Stantostefano, Dozent am Konservatorium von Buenos Aires, war der Männergesangverein „Liederkranz“ Usenborn zum einen ein finanzielles Wagnis eingegangen (der Kreis-Anzeiger berichtete), zum anderen hatte man sich einen Traum erfüllt, ganz wie das Konzertmotto es verhieß: „I Have A Dream“.


Wer die berühmte Rede Martin Luther Kings unter dem gleichen Titel kennt, weiß, dass mit diesem Leitmotiv die Vision einer Welt der Gleichbereichtigung, des Friedens und der Einheit in aller Vielfalt ausgemalt wird. Und auch das gab es an diesem besonderen Abend zu erleben: Zu welch großer Vielfalt Gesang fähig ist – und welche Wirkung er entfalten kann, wenn er auf offene Ohren und Herzen trifft.


Durch das exquisite Programm ambitionierter weltlicher und geistlicher Chorliteratur führte Liederkranz-Vorsitzender Robert Wegener, der seinen Mitsängern, dem Publikum, den Ehrengästen sowie allen Helfern und Sponsoren für ihre Unterstützung beim Zustandekommen des Konzertes dankte. Zur Begrüßung von „Musica Quantica“ lud der Liederkranz unter seinem Chorleiter Matthias Schmitt mit „Benia Calastoria – Tal in den Bergen“ (von Bepi de Marzi, geb. 1935), dem komplex gesetzten „Frohen Wandersmann“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 bis 1947) und dem eindringlichen Volkslied „Im schönen Wiesengrunde“ zu einem Spaziergang über die Berge und Wiesen seiner Heimat ein – um sich dann mit voller Aufmerksamkeit den musikalischen Bildern der jungen Argentinier zuzwenden.


„Musica Quantica“ waren im Jahr 2012 zum ersten Mal auf Europa-Tournee und krönten ihre damalige Reise sowohl mit dem ersten Platz beim Internationalen Chorwettbewerb „Ave Verum“ in Baden bei Wien als auch mit dem Spitzenplatz bei der „Florilége Vocal de Tours“ in Frankreich. Aktuell ist der argentinische Chor, dem auch einige junge Frauen und Männer aus Venezuela, Chile und Paraguay angehören, über Deutschland und Österreich unterwegs nach Arezzo in Italien, wo man am 28. August am „Europäischen Chorwettbewerb für Choralsingen“ teilnehmen wird. Entsprechend wurde auch das Ortenberger Konzert von tiefgängiger geistlicher Litertur dominiert und vollzog sich im ersten Teil eine Wandlung von den Abgründen menschlicher Schicksale bis hin zu heiteren Höhen. „Itene o miei sospiri“ von Gesualdo da Venosa (1566 bis 1613) ließ die Seufzer des adeligen Fürsten und Komponisten „auf Flügeln“ zu seiner Geliebten Itene fliegen – und verheimlichte in seiner dramatischen Melodieführung mit ihren exaltierten Höhen doch nicht das Risiko dieser Beziehung: Hatte der Fürst doch einst seine junge Ehefrau und ihren Geliebten ermordet. Psalm 2: „Warum toben die Heiden“ wurde von Felix Mendelssohn-Bartholdy meisterhaft für Doppelchor gesetzt. „Musica Quantica“ zelebrierte die anspruchsvolle Polyphonie in komplett gemischter Aufstellung – jede Stimme konnte ebenso als Solo wie als Teil eines homogenen Ganzen gehört werden, so dass für das Ohr rational kaum mehr zu analysierende, dichte Klangwelt entstand.


„O sacrum convivum – O Heiliges Gastmahl“ wurde als fast tausend Jahre alte Antiphon auch von Olivier Messiaen (1908 bis 1992) vertont, dem Vater zahlreicher musikalischer Neuerungen des 20. Jahrhunderts. Dem jungen Chor gelang es hier, das Ringen um die Freiheit aller am Tisch des Herrn – eines der Grundthemen des Freidenkers Messiaen, vor allem vor dem Hintergrund seiner Kriegserfahrungen – mit großer Kraft und vollendeter Dynamik umzusetzen. „De profundis – Aus der Tiefe“ des philippinischen Komponisten John Pamintuan (geb. 1972) griff deutlich den Hilferuf des Unterdrückten auf, wie er in Lateinamerika immer noch vielfach gegenwärtig ist. Pamintuan ist auf alle fünf Kontinenten als Komponist und Dirigent tätig, sein kosmopolitischer Ansatz, eine „internationale Choralmusik der Zukunft“ zu schaffen bildet ein inhaltliche Einheit mit der Intention von „Musica Quantica“. Mit „O crux – O Kreuz“ aus der Feder des heute 98-jährigen Kurt Nystedt und „Leonardo Dreams Of His Flying Machine“ von Eric Whitacre (geb. 1970) knüpfte der junge Chor bei aller Gegensätzlichkeit der Werke an seine Tradition an, zeitgenössische Kunst in seiner Heimat uraufzuführen: Bei beiden Stücken war dies der Fall, zumal Nystedt als Meister skandinavischer Tiefe wie Innovationsfreue zeitweise Honorarprofessor an der Universität Mendoza in Argentinien war.

 

Beifallsstürme rief Whitacres magische Hommage an Leonardo da Vincis Träume vom Fliegen hervor: Die Stimmen der Winde rufen den Visionär neuzeitlicher Erfindungen atemgleich von allen Seiten her „Leonardo, Leonardo, vieni á volare! – Leonardo, komm und fliege!“ (Text: Charles Anthony Silvestri, 1965). Am Ende, so klingt es, geht dieser Menschheitstraum womöglich in Erfüllung...

 

Der zweite Teil des Konzertes gestaltete sich bodenständiger, näher am Herz der Folklore und des Volkes, deshalb aber bei weitem nicht weniger anspruchsvoll und intensiv. Mit „Fuga y Misterio – Fuge und Geheimnis“ huldigte des Chor dem großen argentinischen Meister des Tango Nuevo und des Bandoneon, Astor Piazolla (1921 bis 1992). Die Sängerinnen verwandelten sich dabei singenderweise in Tangotanzparterinnen ihrer männlichen Partner, die Solistin, ließ sich aus der Gruppe des Chores heraus gleichsam parallel zu ihrer Stimmführung in die Höhe heben.


Die freudige Frühlingsstimmung bei der Apfelblüte im Baskenland fing „Ohiu hau“ von David Azurza (geb. 1968 in Spanien) ein – um dann, von den Frauen kraftvoll und rhythmisch mit bunt geschmückten Stöcken akzentuiert, auch die Apfelernte und das Herabschütteln der Früchte zu beschreiben.
Den Höhepunkt und Abschluss des Konzertes bildete die Aufführung des „Misa Criolla“, der „Kreolischen Messe“ von Ariel Ramirez (1921 bis 2010). Mit dieser weltberühmten, unter anderem von José Carreras und der argentinischen Menschenrechtsikone Mercedes Sosa gesungenen Messe schuf Ramirez das wohl größte Werk argentinischer Sakralmusik. Die Messe besteht aus den fünf liturgischen Abschnitten der klassischen katholischen Liturgie, wobei jeder in Rhythmik und Melodieführung einer bestimmten Region Argentiniens entspricht, vom Tucumán (das trommelbetonte Kyrie) über die Anden (Gloria, in typischer Instrumentierung) bis in die Pampa (Agnus Dei).


Die „Misa Criolla“ wurde von Ramirez unter dem Eindruck des Zweiten Vatikanischen Konzils verfasst, dass es erstmals erlaubte, die Gottesdiensttexte nicht auf Latein, sondern in der jeweiligen Muttersprache zu singen und zu beten. Ramirez konzipierte das Gesamtwerk, das von „Musica Quantica“ gleichermaßen bewegt wie freudig und berührend dargeboten wurde, als Verneigung vor dem Vielvölkerstaat Argentinien, seiner indianischen Urbevölkerung und allen Menschen, denen man die eigene Stimme und Würde nimmt.


Das begeisterte Ortenberger Publikum wartete mit seinen Standing Ovations nicht bis zum abschließenden „Danos la paz – Gib uns den Frieden!“, sondern brach schon nach dem Gloria in Beifallssstürme aus. Wechselseitige Danksagungen und die Übergabe eines Präsentkorbes durch den Vorstand der einladenenden „Liederkranz“-Sänger beschlossen einen Chorkonzert-Abend von internationalem Format, der nachhaltigen Eindruck und Bewunderung hinterließ.  

 

Bericht aus dem Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 24.08.2013  

Foto zur Meldung: Mit Engagement, Hingabe und Können
Foto: Mit Engagement, Hingabe und Können

Konzert -I have A Dream-

(12. 08. 2020)

USENBORN (mü). Unter dem Motto „I Have A Dream“ lädt der Männergesangverein „Liederkranz“ Usenborn für Sonntag, 18. August, 18 Uhr, zu einem internationalen Chorkonzert mit einem Spitzenchor aus Argentinien ins Bürgerhaus Ortenberg ein.
Der junge Chor „Musica Quantica“ unter der Leitung von Camilo Santostefano wurde im Jahr 2006 von jungen Sängerinnen und Sängern aus Argentinien und angrenzenden lateinamerikanischen Staaten gegründet. Sie sind überzeugt, dass in jedem Ton und jeder Pause mehr steckt, als mit den Sinnen allein wahrgenommen werden kann. Der ganze Chor teilt diese Überzeugung, und die Suche nach der besten Umsetzung dieser Kraft in wahrnehmbare Emotionen ist sein Ziel. „Musica Quantica“ garantiert frische und mitreißende Konzertprogramme, emotionale Tiefe der Aufführung sowie eine detailgetreue Interpretation. Das Repertoire umfasst Volksmusik, geistliche und weltliche Musik vom 16. bis zum 21.Jahrhundert.


Wie kommt ein junger Spitzenchor aus dem Heimatland des neugewählten Papstes in die Wetterau und nach Ortenberg? Die Verbindung vom Männergesangverein „Liederkranz“ Usenborn zu „Musica Quantica“ läuft über den Männerkammerchor „DelicaTon“ Freigericht, in dem einige Usenborner Sänger Mitglied sind.

 

„DelicaTon“ pflegt Chormusik auf hohem Niveau, nimmt überaus erfolgreich an internationalen Chorwettbewerben und Festivals sowie an Begegnungskonzerten teil und hat 2010 zum ersten Mal den Chorwettbewerb „Heart of Europe" initiiert, um eine Plattform des künstlerischen und kulturellen Austauschs sowie des gegenseitigen Respekts innerhalb der europäischen und der weltweiten Völkergemeinschaft herzustellen. Schon 2010 gab es den Ansatz, den angereisten internationalen Chören im Anschluss an das „Heart of Europe“-Konzert Gelegenheit zu einer kleineren oder größeren Deutschland-Tournee mit Auftritten auch in kleineren Häusern und vielen persönlichen Begegnungen zu geben. Im Zuge dieser Ideen hatte DelicaTon als Veranstalter den „Liederkranz“-Vorstand in Usenborn angesprochen, ob es nicht möglich wäre, einen  Chor aus Brasilien in Ortenberg gastieren zu lassen. Ein Wagnis für die Usenborner – jedoch eines, das sich hundertfach auszahlen sollte. „Die Brasilianer haben am Sonntagnachmittag trotz unbeständigen Wetters die südamerikanische Sonne bei allen Gästen leuchten lassen“, berichtet „Liederkranz“-Vorsitzender Robert Wegener im Gespräch. „Von der Begegnung mit diesen begnadeten Sängerinnen und Sängern aus Südamerika sprechen die damaligen Besucher noch heute.“


Grund genug für die Usenborner, in diesem Jahr einen erneuten Versuch zu wagen und dem Wetterauer Publikum einen Chorgenuss mit internationalem Flair zu gönnen. Zumal die zweite, für 2013 geplante „Heart of Europe“-Veranstaltung leider nicht stattfinden konnte: Es hatten sich zwar genügend Chöre angemeldet, „doch auch hier merkt man die weltweite Wirtschaftskrise“, erklärt Robert Wegener. „Gönner und Sponsoren für eine so aufwendige Reise zu gewinnen wird, auch für Chöre von Weltformat immer schwieriger.“

 

Nun hatten aber vier Chöre dem Männerkammerchor DelicaTon schon ihre Zusage für das Festival übermittelt und auch die Flüge nach Deutschland bereits gebucht – einer von ihnen ist „Musica Quantica“. Mit dem Wagnis, die jungen Sängerinnen und Sänger aus Südamerika ins Bürgerhaus Ortenberg zu holen, nimmt der „Liederkranz“ Usenborn, was die Kosten angeht, ein Risiko auf sich – doch in punkto Musik ist man voller Optimismus, angesteckt vom Temperament und dem überragenden Können der jungen Gäste.


Vorstand und Sänger des „Liederkranz“ Usenborn freuen sich auf zahlreiche interessierte Zuhörer, wache Sinne und offene Herzen für ein „junges Konzert“ der Extraklasse, das dem Publikum mit Sicherheit unvergesslich bleiben wird. Karten zum Preis von 10 Euro sind im Vorverkauf erhältlich bei Metzgerei Stiebeling in Hirzenhain, der Stadtverwaltung Ortenberg, der Gaststätte Syring in Bleichenbach sowie bei allen Sängern des MGV „Liederkranz“ Usenborn. Nähere Informationen über die beteiligten Chöre und Initiativen findet man hier:

 

Liederkranz Usenborn: www.liederkranz.usenborn.de
DelicaTon Freigericht: www.delicaton.de
Heart of Europe: www.heartofeurope.de
Musica Quantica: www.musicaquantica.com

Erfolgreiche Teilnahme beim Volksliederwettbewerb in Bad Soden-Salmünster

(12. 07. 2020)

Der Liederkranz Usenborn hatte sich wieder für einen Volksliederwettbewerb angemeldet. Anlass war das 170jährige Jubiläum des Kern`schen Männerchores aus Bad Soden-Salmünster. Hier wollte sich der Liederkranz mit einem weiteren Chor in der Gruppe M3 messen. Der Liederkranz hatte sich wieder intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Es ist dann selbstverständlich, dass die Sänger und ihr Chorleiter Matthias Schmitt diese Entwicklung im Wettbewerb mit anderen Chören austesten wollen, um daraus für die weitere Arbeit Erfahrungen zu sammeln. Leider bestand die Gruppe M3 nur aus 2 Chören, der Cäcilia Horbach und dem Liederkranz Usenborn. Ein dritter Chor hatte sich leider kurzfristig abgemeldet. Schon früh am Morgen trafen sich die Usenborner Sänger, um im DGH Usenborn die Wettbewerbsstücke noch einmal zu proben und um anschließend gemeinsam nach Salmünster aufzubrechen. 18 Chöre darunter 13 Männerchöre und 5 gemischte Chöre waren angereist und in unterschiedliche Gruppen nach Chorstärke eingeteilt. Die Auftrittszeit für den Liederkranz war für 12:15 Uhr angesetzt.


Nach einem weiteren kurzen Ansingen mit Chorleiter Matthias Schmitt warteten die Sänger auf ihren Auftritt. Die Männer aus Usenborn eröffneten die Kategorie der Männerchöre M3 von 30 bis 40 Sängern. Nach dem Liederkranz Usenborn war der Männerchor Cäcilia Horbach am Start.


Mit „Der frohe Wandersmann“ von Felix Mendelssohn Bartholdy begannen die Usenborner Sänger ihre Vorträge. Als zweites Lied folgte „Were you there?“ von Jamey Ray. Den Abschluss bildete dann ein Stück aus Österreich: „Bitte Betti“ von Herwig Reiter. Die Usenborner Sänger und der Chorleiter hatten den Eindruck, dass die ersten zwei Stücke sehr gut gesungen wurden. Das 3. Stück war wohl nicht so gut gelungen. Die Entscheidung über die Bewertung lag nun bei den beiden Wertungsrichtern Gerd Zellmann und Felix Resch. Nun war erst einmal warten angesagt, bis alle Kategorien beendet waren. Die Punktbekanntgabe begann um 16.00 Uhr. Die Punkte der beiden Wertungsrichter wurden in der Reihenfolge der Auftritte verlesen. Es wurden Punkte für Tonreinheit, Aussprache, Dynamik, Rhythmik, Stimmenausgleich und Auffassung vergeben. Pro Kriterium maximal 10 Punkte. Das heißt für jedes Volkslied konnten 60 Punkt pro Wertungsrichter vergeben werden. Der Liederkranz bekam für seine vorgetragenen 3 Volkslieder für Volkslied A 112 Punkte, für Volkslied B 113 Punkte und für Volkslied C 116 Punkte, also insgesamt 341 Punkte von zu erreichenden 360. Dies war bis dahin die höchste Wertung aller bisher genannten Chöre aus den verschiedenen Kategorien. Aber wie würde nun die Cäcilia Horbach abschneiden? Mit Spannung wurden die einzelnen Punkte vorgelesen. Volkslied A 115, B 114 und C 114 Punkte.

 

Damit belegte der Liederkranz einen guten zweiten Platz in ihrer Gruppe. Gratulation an die Cäsilia Horbach. Immerhin hatte der Liederkranz die dritthöchste Punktzahl aller 18 Teilnehmenden Chöre erreicht. Die höchste Punktzahl ging an den Männerchor aus der Klasse M2 Germania Freiendiez mit 345 Punkten. Das Volkslied C wurde in jeder Klasse als höchstes Ehrensingen bewertet. Hier hatte der Liederkranz mit „Bitte Betti“ die Nase vorne, obwohl dieses Volkslied vom Gefühl her nicht so gut gesungen wurde. Für den errungenen 2. Platz und dem erreichten höchsten Ehrensingen konnte der Liederkranz 2 Pokale mit nach Hause nehmen.

 

Die Teilnahme beim Volksliederwettbewerb in Salmünster war wieder ein großes Ereignis für den Liederkranz. Ein großes Lob gebührt wieder einmal Chorleiter Matthias Schmitt, der dem Chor diese großartige Leistung entlockt hat.

 

Wer beim Liederkranz Usenborn mitsingen möchte, um vielleicht auch im nächsten Jahr bei einem Volksliederwettbewerb aktiv dabei zu sein, ist herzlich eingeladen. Singstunde ist jeden Montag um 19:00 Uhr im DGH Usenborn. Weitere Infos über den Liederkranz unter www.liederkranz.Usenborn.de

Nicht nur authentisch, sondern vor allem „echt“

(22. 06. 2020)

KULTURPFLEGE Mundart-Quartett Meelstaa singt auf Oberhessisch / Dialekt nicht nur im Fasching

 

ORTENBERG (ten). Den oberhessischen Dialekt zu erhalten, hat sich das Mundart-Quartett Meelstaa zur Aufgabe gemacht. Obwohl bei den Konzerten viel gescherzt und gelacht wird, ist es dem Sänger Berthold Schäfer damit sehr ernst. Er möchte nicht nur Klamauk machen, sondern zeigen, dass der heimische Dialekt eine vollwertige Sprache ist, in der sich auch ernste Gefühle ausdrücken lassen.

 

So finden sich auch ausgesprochen nachdenkliche, fast melancholische Titel wie „Hearbstbloihe“ im Repertoire. Der Text beschreibt nicht nur die Jahreszeit, sondern vor allem auch den Herbst des Lebens. Dabei findet Meelstaa einfühlsame Worte für die Würde des Alters, wenn zum Beispiel das goldene Leuchten der Zeit in einem reifen Gesicht beschrieben wird.

 

Die Musiker möchten nicht nur authentisch, wie es oft angestrebt wird, sondern „echt“ sein. In seinem Lied „Menschegleck“ – Menschenglück singt Schäfer „un ich pfeif’ auf des falsche Gedöns un Geschwätz“. Diese Abneigung gegen eine Gesellschaft, in der der Schein mehr bedeutet als das Sein, taucht immer wieder, unter anderem auch in „Küsschen häi, Küsschen do“ auf. Mit diesem Stück nimmt Schäfer auch Bezug auf die Rodgau Monotones, die als Vertreter der hessischen Kultur galten. Mit „Ei Gude, wie“ hätten diese das Thema ebenfalls schon behandelt. Solche Belanglosigkeiten könnten zum Ritual werden, erzählt er. So verlaufe die Begrüßung mit einem Kollegen jeden Morgen nach dem gleichen Muster: „Na wie? – Ei so. – Na dann.“

 

Neben den ernsten Inhalten gibt es aber nicht nur wegen der teilweise trockenen Kommentare der Musiker auch Einiges zu lachen. Humorvolle Texte sorgen dafür, dass Meelstaa-Konzerte nicht im Tiefsinn versinken. So etwa, wenn Schäfer in „Bapp un Schiwwer“ von einem hübschen Mädchen und ihrem Gaastebock singt. „Stell dir für, Du leist mit der im Bett un de Gaastebock leit in de Mitt“, malt er einen romantischen Alptraum.

 

Dazu beherrschen die Musiker von Meelstaa, neben Schäfer sind das David Domine an der Gitarre, Glemens Goth am Bass und Jens Schneider unter anderem an der Mandoline, unterschiedlichste Genres. Obwohl man ihre Musik eigentlich unter Folk einsortieren müsste, finden sich ausgewachsene Rock-Stücke genauso wie Blues und Boogie. Natürlich darf bei Musik vom Land auch Country nicht fehlen. Zu Kenny Rogers „You picked a nice Time to leave me“ singen Meelstaa „Aich sein bescheuert, aich sein net normal“. Schäfer betont, dass es ihm aber auch bei solchen komischen Stücken vor allem darum geht, „dass der Dialekt erhalten bleibt und nicht nur zu Fastnacht, um sich über sich selbst lustig zu machen“. Das schließt Humor nicht aus, wenn Schäfer zum Beispiel über „Schnobbe un Houste“ singt.

 

Artikel aus dem Kreis-Anzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 20.6.2015

Foto zur Meldung: Nicht nur authentisch, sondern vor allem „echt“
Foto: Nicht nur authentisch, sondern vor allem „echt“

Klassensieg mit Golddiplom

(17. 06. 2020)

Der Liederkranz 1898 feierte den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Beim Chor- und Volksliederwettbewerb des MC Frohsinn 1866 Bad Soden erreicht der Liederkranz den Klassensieg mit einem Diplom in Gold und den Sonderpreis für das beste Volkslied in der Männerchorklasse M4 Kategorie Volkslied.

 

60 Chöre mit ca. 2000 Sängern in 19 Kategorien hatten sich für den Chor- und Volksliederwettbewerb, anlässlich des 150 jährigen Bestehens des MC Frohsinns, in Bad Soden Salmünster angemeldet. 6 Juroren, verteilt auf 2 Veranstaltungssäle im Spessartforum, mussten ihre Punkte vergeben. Organisatorisch hatte alles gepasst. Kompliment an den Veranstalter. Der Liederkranz hatte sich für den Volksliederwettbewerb in der Klasse M4V, für Männerchöre bis 30 Sänger, angemeldet. Für diese Klasse meldeten sich insgesamt 9 Chöre, die in zwei Gruppen verteilt wurden. Usenborn sang zusammen mit MGV 1888 Eiterbach, dem Liederkranz Bad König und der Einigkeit Marborn in der 1. Gruppe M4V_1. Der Liederkranz Luckenbach, Eintracht Altenkirchen, der Frohsinn Diedenbergen, der Liederkranz Niederzeuzheim und die Concordia Hainchen sangen in der 2. Gruppe M4V_2. Nach einem kurzen Ansingen mit Chorleiter Joachim Lotz, eröffnete der Liederkranz um 12:40 Uhr die Kategorie der Männerchöre M4V in der 1. Gruppe im historischen Konzertsaal des Spessartforums.

 

Mit dem 1. Lied „Sommermorgen“ von Moritz Hauptmann begannen die Usenborner ihre Vorträge. Als zweites Lied folgte „Muß i denn“ von Rudi Kühn. Als Abschluss „Wade in the Water“ von Kirby Shaw. Das Publikum honorierte alle 3 Lieder mit Applaus. Die Usenborner Sänger hatten den Eindruck, dass sie heute einen besonders guten Tag erwischt hatten und Chorleiter Joachim Lotz signalisierte seine Zufriedenheit schon während der Vorträge. Die Entscheidung über die Bewertung lag nun bei den Juroren Linda Horowitz, Stefan Class und Rahela Duric.

 

Die Bewertungskriterien für die Gesungenen Lieder: Für jedes gesungene Lied konnten 100 Punkte als Höchstpunktzahl erreicht werden. Der Mittelwert der Punkte für die 3 gesungenen Lieder kam dann in die Bewertung. Ein Diplom in GOLD gab es bei einem Mittelwert von 90 bis 100 Punkten. Ein Diplom in SILBER gab es bei 80 bis 89 Punkte. Ein Diplom in BRONZE von 70 bis 79 Punkten und ein Diplom bei unter 70 Punkten.

 

Nun war erst einmal warten im Festzelt bei kühlen Getränken angesagt. Die Punktebekanntgabe für die Chöre, die bis 13:00 Uhr gesungen hatten begann um 14.30 Uhr.


Die Punkte wurden in der Reihenfolge der Platzierung in der Gruppe verlesen. Der Liederkranz bekam für seine vorgetragenen 3 Volkslieder für Volkslied A 96,67 Punkte, für Volkslied B 93,67 Punkte und für Volkslied C 97,00 Punkte. Das ergab einen Mittelwert von 95,78 Punkten.

 

Dies bedeutete für den Liederkranz den Gewinn seines ersten Golddiploms. Da sonst kein Konkurrent in der Gruppe M4V_1 eine höhere Punktzahl hatte bedeutete das gleichzeitig den 1. Platz und den Klassensieg in dieser Gruppe. Den 2. Platz belegte Marborn, den 3. Platz Eiterbach und den 4. Platz Bad König. Die 2. Gruppe gewann der Liederkranz Niederzeuzheim mit einem Mittelwert von 93,89 Punkten. Da in der Gruppe M4V_2  kein Chor einen höheren Mittelwert hatte und Usenborn auch die höchste Wertung auf das Volkslied A bekam, wurde auch noch der Sonderpreis, ein Notenschlüssel aus Glas, für das beste Volkslied der Gesamten Klasse M4V gewonnen. Mit dem Mittelwert von 95,78 Punkten für die 3 gesungen Liedvorträge erreichte der Chor außerdem den 2. Höchsten Mittelwert von allen 60 angetretenen Chören an diesem Samstag.

 

Dirigent Joachim Lotz erhielt außerdem den Dirigentenpreis für das beste Dirigat in dieser Klasse. Eine hervorragende Leistung, die die Sänger so nicht erwartet hatten und so schnell nicht vergessen werden. Der Liederkranz bedankt sich hiermit bei seinen Sängern und vor allem bei seinem Chorleiter Joachim Lotz. Ohne Ihn wäre das wohl nicht möglich gewesen. Mit diesem Erfolg  fuhren die Sänger mit dem Bus in Feierlaune nach Hause, um in Usenborn im Gasthaus „Zum Brunnenbach“, diesen denkwürdigen Tag ausklingen zu lassen.

Stücke von Brahms, Verdi und den Ärzten

(21. 05. 2020)

Frauenchor „Allegria“ und Männerchor „Liederkranz“ treten gemeinsam in Ortenberg auf


(hwo). Der Männerchor „Liederkranz“ Usenborn hatte jetzt den Frauenchor „Allegria“ aus Somborn ins Ortenberger Bürgerhaus eingeladen, um gemeinsam die „Glanzlichter des Chorgesangs“ darzubieten.

 

Die von Matthias Schmitt geleitete „Liederkranz“ übernahm den ersten Part des Konzertes. Sie sangen „La benia Calastoria“, „Annie Laurie“, Where you there“ und Ascendit Deus“, ehe Vorsitzender Robert Wegener die Gäste begrüßte.

 

Der Frauenchor „Allegria“ Somborn wird von Alexander Reuter geleitet. Der Name des Chors kommt aus dem Spanischen und bedeutet „Freude“. Der starke Frauenchor wurde bei einigen Vorträgen sogar geteilt, sodass dann nur noch ein „kleiner Chor“ mit neun bis zehn Sängerinnen zu hören war. Mit „Singt mit uns die schönen Lieder“, „Kad si bila mala mare“ und dem auf „Platt“ gesungenen „Dat du min Leevsten büst“ begannen die Damen ihren Konzertteil. Es folgten Stücke von Johannes Brahms, gesungen in der „kleinen Besetzung“. Bei „Verstohlen geht der Mond auf“ übernahm Stefanie Völker den Solopart. Mit Liedern aus drei verschiedenen Ländern, dem deutschen „Wenn ich ein Vöglein wär“ mit den Solistinnen Stefanie Völker und Tanja Volz, dem finnisch-schwedischen „Kling klang klockan slar“ und dem schwedischen, auf deutsch gesungenen „Zum Tanze da geht ein Mädel“ ging es in die Pause.

 

Den zweiten Konzertteil eröffnete der Frauenchor „Allegria“ mit Liedern von Max Reger, Giuseppe Verdi, Robert Schuman und Lorenz Maierhofer. Mit dem Stück „Neigen sich die Stunden“ wünschten die Damen schon mal „eine gute Nacht“. Bevor die Besucher aber in diese entlassen wurden, kamen noch einmal die Usenborner Männer auf die Bühne. Sie begeisterten die Zuhörer mit dem eher ruhigen Lied „Loreley“, dem „Stjenka Rasin“ mit einem Solopart von Reinhold Rausch und dem lustigen „Männer sind Schweine“ von den Ärzten in einem Satz des Chorleiters Matthias Schmitt. Dazu trugen sie rosa Plüsch-Schweinemützen.

 

Natürlich hatten die Chöre eine gemeinsame Zugabe vorbereitet. Es erklang das englisch gesungene „Blessing of Aaron“ – ein würdiger Abschluss eines sehr schönen Konzertes.

 

Artikel aus dem Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 14.05.2013

Frauenchor „Allegria“ Somborn zu Gast im Bürgerhaus Ortenberg

(22. 04. 2020)

Liederkranz Usenborn präsentiert zum 5. mal „Glanzlichter des Chorgesangs“

 

Dem „Liederkranz“ Usenborn ist es gelungen zum ersten Mal einen sehr außergewöhnlichen Frauenchor  für seine schon beliebte Konzertreihe zu gewinnen. Mit hochkarätiger Chorliteratur gastiert am Samstag, 11. Mai 2013, der Frauenchor Allegria Somborn in der Veranstaltungsreihe „Glanzlichter des Chorgesangs“ im Bürgerhaus Ortenberg.

 

Der Frauenchor wird ein breites Spektrum an Frauenchorliteratur darbieten. Darunter befinden sich viele Stücke, die von Frauenchören in unserer Region sehr selten zu hören sind.
Das Repertoire umfasst weltliche und geistliche Literatur und ist so unterschiedlich wie auch die Sängerinnen selbst – von Max Reger über Giuseppe Verdi, Siegfried Strohbach, Johannes Brahms, Robert Schuhmann, Joseph Rheinberger, César Franck bis John Rutter – es geht querbeet durch die Welt der Frauenchorliteratur.


Allegria Somborn ist ein Laien-Frauenchor und wurde 1994 gegründet. Er ist seither ein Teil des Vereins Männerchor Somborn 1891 e. V. Er entsprang einer großangelegten Werbeaktion, die zur damaligen Zeit eigentlich dem Männerchor neue Sänger bringen sollte. Bei den zahlreichen Werbegesprächen zeigte sich jedoch ein großes Interesse an der Gründung eines Frauenchores. Der Chor hat eine Chorstärke von 35 Sängerinnen. Die Altersstruktur ist breit gefächert.  Die jüngsten Sängerinnen gehen noch zur Schule. Alle Stimmlagen sind gut besetzt und homogen verteilt. Dirigiert wird der Chor von Chorleiter Alexander Reuter. Der Chor wird oft bei Wertungssingen für seine Klangreinheit gelobt. Die meisten kennen Frauenchöre als etwas Schrilles, aber im Gegenteil, für einen Laien-Frauenchor hat die Allegria Somborn einen sehr warmen und runden Klang. Viele anspruchsvolle Konzerte und zahlreiche Erfolge auf Chorwettbewerben der jüngeren Vergangenheit sind Ergebnis davon. Bei allem Leistungsstreben hat Allegria nicht den Spaß und die Freude am Gesang verloren und bildet auch außerhalb der Chormusik eine starke Gemeinschaft - seit mehr als 15 Jahren ist eine große Chorfamilie entstanden.


Zu Beginn des Konzertes wird der Männerchor Liederkranz Usenborn unter Chorleiter Matthias Schmitt Chorstücke aus seinem aktuellen Repertoire zu Gehör bringen. Wann gibt es schon einmal so eine Möglichkeit zwei so außergewöhnlichen, wie auch unterschiedlichen Chören, zuhören zu können.  
 
Karten im Vorverkauf sind erhältlich für 9,00 € in der Gaststätte „Zum Brunnenbach“ in Usenborn, bei der Stadtverwaltung Ortenberg, in der Metzgerei Stiebeling in Hirzenhain und Usenborn und bei allen Sängern des Liederkranz Usen­born, sowie an der Abendkasse. 1 € pro Eintrittskarte ist für die Büdinger Tafel bestimmt. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Einlass im Bürgerhaus Ortenberg ist ab 19.00 Uhr. Weitere Info’s über Allegria Somborn im Internet unter www.maennerchor-somborn.de

Foto zur Meldung: Frauenchor „Allegria“ Somborn zu Gast im Bürgerhaus Ortenberg
Foto: Frauenchor „Allegria“ Somborn zu Gast im Bürgerhaus Ortenberg

Offen für neue Impulse

(20. 04. 2020)

BESONDERE CHORKONZERTE Liederkranz Usenborn versammelt zum 120. „Geburtstag“ 21 Gastchöre

 

ORTENBERG (mü). Eigentlich galt es ja nur, ein „kleines Jubiläum“ zu feiern – nämlich 120 Jahre Männergesangverein „Liederkranz“ Usenborn, und nicht etwa ein 125- oder 175-jähriges Bestehen. Dennoch schaffte es der Jubiläumschor, die Stadthalle Ortenberg an gleich zwei Abenden komplett zu füllen und insgesamt 21 Gastchöre der unterschiedlichsten Klangfarben zu einem wundervollen Geburtstagsständchen zu vereinen.

 

Der Freitagabend mit zehn Gastchören war schwerpunktmäßig der modernen Chorliteratur, der Samstagabend mit elf Chören dem traditionellen Repertoire gewidmet. Da aus Termingründen nicht alle Sänger an dem jeweils zu ihrem Chor passenden Abend erscheinen konnten, präsentierte sich das jeweils dreistündige Programm dennoch bunt gemischt.

 

Auffallend und wohltuend: die Aufmerksamkeit und der Respekt, den Sänger, Ehrengäste und Interessierte ausnahmslos jedem Vortrag schenkten, ob er nun von Älteren oder Jüngeren, von Angehörigen der eigenen Lieblingssparte oder aus einem ganz anderen Genre zu Gehör gebracht wurde. Gespannte Stille, begeisterter Applaus, Bravo-Rufe, hier und da auch Standing Ovations begleiteten die Darbietungen mit vielen herausragenden Soli und ließen beide Liederabende zu einem echten Geschenk für alle Gesangsbegeisterten werden, nicht nur für den „Geburtstagchor“.

 

Beide Abende wurden vom Gastgeber, dem Liederkranz Usenborn unter seinem Dirigenten Joachim Lotz eröffnet, unter anderem mit dem „Fröhlichen Ständchen“ und dem japanisch anmutenden Nonsens-Lied „Himalaja- Marsch“. Durch das Programm führten locker, informativ und mit viel Humor der Liederkranz-Vorsitzende Robert Wegener und die jeweiligen Chorleiter beziehungsweise die Sänger selbst.

 

Den Freitagabend prägten die Gastchöre TSG Bleichenbach Chortissimo und TSG Bleichenbach Männerchor Sängerlust unter Matthias Habermann, die Soulsisters Concordia 2000 Stockheim unter Friederike Jordan, Eintracht Heegheim unter Christian Kling, Allegro Büdingen unter Jan Röder, die Vocaladies unter Anja Sauer, der Liederkranz Gedern unter Hartmut Fillsack, der zugleich Ehrenchorleiter in Usenborn ist, die Happy Voices Aulendiebach und der Männergesangverein Aulendiebach/Rohrbach, die ersatzweise ebenfalls von Joachim Lotz dirigiert und von Patrick Schauermann am Klavier begleitet wurden sowie New Inspiration Wolferborn unter Patrick Schauermann. Den Samstagabend prägten die Chorgemeinschaft Ober- Seemen unter Jürgen Kipper, die Eintracht Fidelio Ober-Widdersheim mit Männerchor und gemischter Formation unter Jury Evstratov, der Portwich’sche Gesangverein Bergheim unter Roselinde Schön-Döll, die Eintracht Bermuthshain unter Ditmar Betz, der Landfrauenchor Usenborn unter Hermann Schmidt, Modern Spirit Marköbel, Männerchor Sängergruß Marköbel, die Sängerlust Niederissigheim, die Great House Voices aus Großenhausen sowie die Great House Ladies aus Großenhausen – die letztgenannten Chöre allesamt unter der Leitung von Joachim Lotz.

 

Sowohl die Vielzahl der Sänger und der begeisterten Gäste als auch die Vielfalt des Repertoires erteilten allen Unkenrufen vom angeblichen Chorsterben in der Region eine Absage. Entscheidend dafür, ob ein Verein Zukunft hat, scheint vielmehr seine Offenheit für neue Impulse, seine Internationalität und die Gründung junger eigenständiger Formationen neben den Stammchören zu sein.

 

Der Männergesangverein Liederkranz Usenborn setzte anlässlich seines 120-jährigen Bestehens auf diesem Gebiet eindrucksvolle Maßstäbe.

 

Geschrieben von Maik

Foto zur Meldung: Offen für neue Impulse
Foto: Offen für neue Impulse

Liederabende für moderne und traditionelle Chormusik im Bürgerhaus Ortenberg

(21. 03. 2020)

MGV „Liederkranz“ 1898 Usenborn feiert 120-jähriges Bestehen

Anlässlich seines 120-jährigen Vereinsjubiläums läd der Männergesangverein „Liederkranz“ 1898 Usenborn e.V. alle Freunde der Chormusik zu zwei Liederabenden in das Ortenberger Bürgerhaus ein. Mit diesen beiden Veranstaltungen möchte der Chor nicht nur seinen Geburtstag feiern, sondern gemeinsam mit vielen Chören aus der näheren und weiteren Umgebung allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die gerne Chormusik hören, eine musikalische Freude bereiten. Am Freitag dem 13. April 2018 findet ab 20:00 Uhr ein Liederabend für moderne Chormusik statt, an dem die Gastchöre Allegro Büdingen, Eintracht Heegheim, Eintracht Rinderbügen, Happy Voices Aulendiebach, Liederkranz Gedern, MGV Aulendiebach/Rohrbach, MGV Frohsinn Oberau, New Inspiration Wolferborn, Soulsisters Concordia 2000 Stockheim, The Vocaladies Wolf, TSG Bleichenbach Chortissimo und TSG Bleichenbach Männerchor „Sängerlust“ teilnehmen werden. Am Samstag dem 14. April 2018 beginnt der Liederabend für traditionelle Chormusik bereits um 19:30 Uhr. Ihr Kommen zugesagt haben die Gastchöre Chorgemeinschaft Ober-Seemen, Chor der Landfrauen Usenborn, Frauenchor Büdingen, Gesangverein Bergheim, GreatHouseVoices Großenhausen, Männerchor Eintracht Fidelio OberWiddersheim, MGV Bermuthshain, Männerchor Sängergruß Marköbel, MGV Sängerlust Niederissigheim und Modern Spirit Marköbel. Die Sänger des Männergesangvereins „Liederkranz“ freuen sich auf Ihren Besuch der Veranstaltungen und hoffen, dass sie die Geburtstagsfeier mit vielen Gästen in einem voll besetzten Bürgerhaus feiern werden. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Foto zur Meldung: Liederabende für moderne und traditionelle Chormusik im Bürgerhaus Ortenberg
Foto: Liederabende für moderne und traditionelle Chormusik im Bürgerhaus Ortenberg

Neues E-Piano dank VR Bank Crowdfunding

(06. 03. 2020)

Das Piano des Männergesangvereins Liederkranz 1898 Usenborn e.V. leidet bereits sein geraumer Zeit an Altersschwäche. Um die Chorproben anspruchsvoll gestalten zu können, ist die Anschaffung eines neuen E-Pianos dringend notwendig. Wie gut, dass es bei der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG die Möglichkeit des Crowdfundings gibt. Der Rechner des Liederkranzes Reinhard Hauck hat sich der Sache engenommen und das Projekt „Neues E-Piano für den Männergesangverein Liederkranz Usenborn“ in das verfügbare Internetportal (www.vrbank-mkb.de/crowdfunding) eingestellt. Nun mussten die Sänger zunächst um Fans werben, denn die Finanzierungsphase konnte erst bei midestens 25 Fans starten. Diese waren allerdings schnell gefunden und die Spendenphase konnte beginnen. Nach vielversprechendem Beginn, einer Spendenflaute um die Weihnachtszeit und einer Endphase, in der wieder einige Spenden überwiesen wurden, waren bis Ende der 90-Tage-Frist so viele Spendengelder zusammen gekommen, dass sich der Liederkranz nun das gewünsche E-Piano kaufen kann.

 

Zur Scheckübergabe durch die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, vertreten durch Silke Vonhof und Mark Langlitz, waren alle Spenderinnen und Spender eingeladen und der Chor konnte sich mit einem Sektempfang und einem kleinen Konzert für die Unterstützung bedanken. Der Vorsitzende Robert Wegener bedankte sich in einer Ansprache bei allen, die das Projekt mit kleinen und großen Spenden unterstützt haben. Spenden kamen vor allem aus dem Dorf, aber auch von Nicht-Usenbornern und einigen Betrieben. Ein besonderer Dank galt auch Reinhard Hauck, der sich intensiv um dieses Projekt gekümmert hatte, vor allem aber auch der VR Bank für die Ermöglichung solcher Projekte. Im Namen der VR Bank wünschte Mark Langlitz dem Männergesangverein viel Freude und Erfolg mit dem neuen E-Piano. Nachdem der Chor sein kleines Konzert beendet hatte, übergab Silke Vonhof (VR Bank) den Scheck über 2.535 Euro an der Vorsitzenden Robert Wegener.

 

Das Foto zeigt die Scheckübergabe durch Silke Vonhof (rechts) und Mark Langlitz (sitzend zweiter von links).
Foto: Janine Nagel - VR Bank Main-Kinzig-Büdingen

Foto zur Meldung: Neues E-Piano dank VR Bank Crowdfunding
Foto: Neues E-Piano dank VR Bank Crowdfunding

Lesung von Siegward Roth in Usenborn

(11. 01. 2020)

Lesung in hessischer Mundart aus seinem Buch „Geschlechterzores“ und in Hochdeutsch aus seinem neuen Kriminalroman „K-Wache“

 

Der Gesangverein Liederkranz Usenborn veranstaltet am Samstag, 19. Januar 2013 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Usenborn eine Lesung mit Siegward Roth aus seinem Buch „Geschlechterzores“ >En Leitforrem fier mittelhessische Männer< und aus seinem neuen Kriminalroman aus Gießen „K-Wache“.

 

Siegward Roth, den Oberhessen bestens bekannt durch die Mundart-Gruppe Fäägmeel, hat einen nicht ganz ernst gemeinten fröhlichen Leitfaden für die oberhessische Männerwelt verfasst. Hintergründiges, Anekdoten, sowie Zwiegespräche zwischen Mann und Frau lassen „Geschlechter­zores“ in besonderem Maße auch für Frauen zu einer humorvollen Lektüre werden, die zum besseren Verständnis auch des unverstandenen Gatten oder Partners beitragen kann.

 

In den 4 Kapiteln >Sealbstbesinnung<, >Zoum Status quo – Woas eas eigentlich lus?<, >Tipps un Tricks  – Vo Mann zou Mann< und >Alles ean allem< geht es um das Verstehen beziehungsweise Nicht-Verstehen des weiblichen Geschlechts.

 

Dieses ewige Rätsel löst auch Siegward Roth nicht ganz auf, aber seine Anregungen helfen schon zu begreifen, was die Dame gegenüber eigentlich möglicherweise gerade wirklich will. Der „Geschlech­ter­zores“ lässt nun erkennen, dass auch nach dem Ende des in der Region äußerst populären und beliebten Projekts Fäägmeel die Mundart weiterhin ein wichtiger Bestandteil seines Schaffens bleibt. Durch die oberhessische Mundart erhält das Buch zusätzlich einen unverwechselbaren Charakter.


Siegward Roth, im mittelhessischen Hohensolms geboren, ist – bedingt durch das Hochdeutsch seiner Mutter – sozusagen zweisprachig aufgewachsen. Das Zweisprachige begleitet ihn auch heute noch. Seit über 20 Jahren schreibt er nun schon viele seiner Texte und auch Bücher in heimischer Mundart. Mit seiner Mundart-Gruppe Fäägmeel war er lange Jahre als Botschafter des mittelhessischen Idioms unterwegs.


Mit seinem neuen Buch »K-Wache« debütiert er nun in Hochdeutsch und äußerst spannungsreich im Genre des Kriminalromans. Mitte der 1970-er Jahre in Gießen: Axel Friedrichs beginnt nach dem Psychologiestudium seinen Dienst als Praktikant im Ermittlungs- und Fahndungskommissariat. Er gerät mitten in einen problematischen Fall: Bettina Weller erstattet Anzeige gegen ihren gewaltbereiten Möchtegern-Partner und läuft Gefahr, von ihm getötet zu werden. Friedrichs erhält Einblick in die tiefe Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Polizeiapparat. Außerdem lernt er das Milieu und die Rituale zwischen Polizei und Kriminellen kennen. Dieses neue Buch ist mehr als nur ein Kriminalroman. Dieses Stück Zeitgeschichte ist ein Muss für jeden Krimi-Fan und jeden, der Gießen kennt. Denn die Schauplätze sind authentisch!


Wenn Sie mehr vom Autor der beiden Bücher zu Gehör bekommen wollen, der „Liederkranz“ Usenborn freut sich auf Ihren Besuch. Der Eintritt an diesem Abend ist frei.

Foto zur Meldung: Lesung von Siegward Roth in Usenborn
Foto: Lesung von Siegward Roth in Usenborn

Polizeichor Fulda zu Gast im Bürgerhaus Gelnhaar

(04. 10. 2017)

Dem „Liederkranz“ Usenborn ist es gelungen, zum ersten Mal einen sehr außergewöhnlichen Männerchor für ein gemeinsames Konzert zu gewinnen. Mit hochkarätiger Chorliteratur gastiert am Samstag, 21. Oktober 2017, der Polizeichor Fulda in der Veranstaltungsreihe „Glanzlichter des Chorgesangs“ im Bürgerhaus Gelnhaar.

 

Der Polizeichor Fulda wurde im Jahre 1981 von sangesfreudigen Polizeikollegen aus der Polizeidirektion Fulda sowie aus der damaligen Bundesgrenzschutzabteilung in Fulda und Hünfeld gegründet. Mit der Feststellung: „Singen macht Freu(n)de!“ besuchen die Polizisten ihre Proben und begeistern ihre Zuhörer bei Konzerten oder Reisen. Heute Sie sind nicht nur Polizisten, sondern auch Männer aus der Fuldaer Region mit verschiedenen Berufen, für die der Gesang eine lebenswerte Freizeitbeschäftigung ist. Sie nehmen das Training und die Weiterbildung ihrer Stimmen ernst, denn auch sehr anspruchsvolle Stücke zählen zu ihrem umfassenden Repertoire. Der Polizeichor Fulda, Mitglied im Sängerbund der Deutschen Polizei und im Fulda-Rhön-Sängerbund, gehört heute mit rund 60 aktiven Sängern und über 130 passiven Mitgliedern zu den größten Männerchören in der Fuldaer Region. Dirigiert wird der Chor von Wolfgang Heil.

Foto zur Meldung: Polizeichor Fulda zu Gast im Bürgerhaus Gelnhaar
Foto: Polizeichor Fulda zu Gast im Bürgerhaus Gelnhaar

Reine Männersache

(11. 11. 2014)

„Liederkranz“ Usenborn und Gastchor aus Oberflockenbach besingen das „starke Geschlecht“


Beim Fußball-Lied der Gäste aus Oberflockenbach fehlt die Vuvuzela nicht. Bild aus dem Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg v. 10.11.2014

 

ORTENBERG - (hwo). Wenn der Männergesangverein „Liederkranz“ 1898 Usenborn „Glanzlichter des Chorgesangs“ verspricht, dann kann man sich auf dieses Versprechen verlassen. Das Chorkonzert am vergangenen Freitag im Ortenberger Bürgerhaus mit einem Gastchor aus dem baden-württembergischen Oberflockenbach unter dem Titel „Reine Männersache“ war wirklich etwas Besonderes. Beide Männerchöre boten Chorgesang vom Feinsten, zeigten Spielfreude und den Mut, sich auch selbst auf die Schippe zu nehmen.

 

Wie kommen nun die Männer aus Oberflockenbach – einem Ortsteil von Weinheim an der Bergstraße – nach Ortenberg? „Wir sind Grenzgänger“, sagte der Vorsitzende Klaus Dennemoser, „denn Unterflockenbach gehört schon zu Hessen“. Der Kontakt kam durch die Bekanntschaft des Dirigenten Hans-Joachim Karl mit dem ehemaligen Chorleiter der Usenborner, Matthias Schmitt, zustande. Inzwischen wird der „Liederkranz“ Usenborn von Joachim Lotz dirigiert.

 

Robert Wegener warnte die anwesenden weiblichen Zuhörer zu Beginn, dass es für sie „etwas schockierend“ werden könnte, denn die Herren hätten vor, sich selbst kräftig zu feiern. Schon ihr zweites Lied von der schönen Stenka, die von der Wolga fortgetragen wird, zeige aber auch ihre „romantische Ader“, was von leisem Gelächter seitens der Damen quittiert wurde. Alle amüsierten sich aber köstlich über Westernhagens „Willenlos“, wo sich die starken Kerle nicht in der Lage sahen, „Natascha aus dem Wege zu gehen“. Den Abschluss des ersten Usenborner Parts bildete das „Pfund Zwiebelmett auf dem Fensterbrett“, das leider bei der Abfahrt in den Urlaub vergessen wurde.

 

Beim Männerchor aus Oberflockenbach leiteten zwei Sänger von einem Vortrag zum anderen, in dem sie in der Kneipe „bei der Rosi“ alle Getränke durchprobierten und auf die Lieder einstimmten. Auch sie waren der Meinung, dass „die Männer einsame Spitze“ sind – gaben dann aber doch zu, dass es ohne Frauen ziemlich traurig wäre. Bei einem Lied über Strafgefangene mit Ketten an den Füßen wurde tatsächlich mit Ketten auf der Bühne gerasselt und behauptet, dass sich die (armen) Männer manchmal in der Ehe so gefesselt fühlen. „O du lieber Augustin“ klang nur ein paar Takte lang wie ein Volkslied und verwandelte sich dann in einen Rap. Die Oberflockenbacher sangen schließlich noch ein Fußball-Lied, zu dem ihr Dirigent eine weiße Schaumlinie vor die Sänger sprühte.

 

„Männer sind Schweine“, behaupteten die Usenborner Sänger anschließend. Auf einen weiblichen Zuruf, dass sie auch mal was für Frauen singen sollten, wurde Herbert Grönemeyers Lied „Männer“ kurzerhand in „Frauen“ umgedichtet, die dann „als Kind schon auf blond gebleicht“ werden. Der Sketch „Das Haar in der Suppe“ schwankte zwischen lustig und unappetitlich mit einem schmuddeligen Chefkoch in verflecktem Feinripp-Unterhemd.

Das Lied „Owends“ – „Abends“ – wurde von Reinhold Rausch für die Gäste übersetzt, die sonst wahrscheinlich nichts verstanden hätten, und dann kamen auch die Männer aus Oberflockenbach noch einmal auf die Bühne, und gemeinsam wurde das „Hört ihr Herrn und lasst euch sagen“ gesungen, mit Robert Wegener als Nachtwächter mit einer winzigen Laterne. Gastgeschenke wurden ausgetauscht, das Heimatbuch Oberflockenbach gegen einen Korb mit „Worscht und Brut“ und dem Versprechen, dass die Usenborner am nächsten Wochenende zu einem Gegenbesuch nach Baden-Württemberg kommen.

 

Bericht aus dem Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 10.11.2014

Foto zur Meldung: Reine Männersache
Foto: Reine Männersache

Liederkranz Usenborn lädt ein zu einem Adventskonzert

(30. 11. 2013)

Der MGV „Liederkranz“ 1898 Usenborn lädt zu einem Adventskonzertkonzert am Samstag, dem 15. Dezember in die Marienkirche zu Ortenberg ein. Unter der Leitung von Chorleiter Matthias Schmitt präsentiert der Männerchor vorweihnachtliche Chormusik aus seinem aktuellen Repertoire. Das Publikum kann sich auf ein stimmungsvolles Konzert freuen. Das Konzert beginnt um 18.30 Uhr. Einlass ist ab 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Liederkranz wünscht eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013.

Traditionelles Schlachtfest des Gesangverein „Liederkranz“ 1898 Usenborn

(24. 10. 2012)

Der Gesangverein „Liederkranz“ 1898 Usenborn veranstaltet am Sonntag, dem 04. November 2012 wieder sein traditionelles Schlachtfest im DGH Usenborn. Metzger aus den Reihen der aktiven und passiven Mitglieder schlachten hierfür Schweine aus eigener Aufzucht. Das Schlachtfest beginnt um 11.30 Uhr mit Liedvorträgen des Liederkranz. Um 12.00 Uhr werden deftige Schlacht- und Wurstplatten inklusiv einem Kümmel zur Verdauung serviert. Alle Speisen können auch mitgenommen werden. Für Usenborner, die das Schlachtfest nicht besuchen können, ist ein Bringservice eingerichtet. Wie in jedem Jahr werden verschiedene Sorten selbstgemachter frisch geräucherter Wurst in der Blase, sowie als Konserve zum Verkauf am Verkaufsstand vor dem DGH angeboten. Wegen der großen Nachfrage an Schlachtplatten und Wurst im vergangen Jahr wurde die zu verarbeitende Fleischmenge nochmals erhöht. Gegen 15.00 Uhr warten Kaffee und Kuchen auf die Gäste. Auf Ihren Besuch freuen sich die Sänger vom Liederkranz Usenborn. Wer mehr vom Liederkranz Usenborn erfahren möchte und Lust am Singen hat, kann gerne Montags um 19.30 Uhr in die Singstunde ins DGH Usenborn kommen. Der Chor freut sich über jede Verstärkung.

Foto zur Meldung: Traditionelles Schlachtfest des Gesangverein „Liederkranz“ 1898 Usenborn
Foto: Traditionelles Schlachtfest des Gesangverein „Liederkranz“ 1898 Usenborn

Klassensieg beim Volksliederwettbewerb in Somborn

(05. 10. 2012)

Liederkranz Usenborn beeindruckt abermals bei einem Volksliederwettbewerb

 

In diesem Jahr hatte sich der Liederkranz Usenborn wieder viel vorgenommen. Ziel war dieses mal ein Volksliederwettbewerb anlässlich des 120 jährigen Bestehens des Männerchores aus Freigericht-Somborn. Hier wollte sich der Chor mit einem weiteren Chor in der Gruppe M3 messen. Der Liederkranz hatte sich im letzten halben Jahr intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Es ist dann selbstverständlich, dass die Sänger und ihr Chorleiter Matthias Schmitt diese Entwicklung im Wettbewerb mit anderen Chören austesten wollen, um daraus für die weitere Arbeit Erfahrungen zu sammeln. Hatte der Chor doch im letzten Jahr schon den Klassensieg beim Main-Kinzig-Chorfestival in Biebergemünd errungen.


Leider bestand die Gruppe M3 nur aus 2 Chören. Ein dritter Chor hatte sich kurzfristig abgemeldet.
Schon früh am Morgen trafen sich die Usenborner Sänger um mit dem Bus nach Freigericht aufzubrechen. Im Proberaum der Harmonie Bernbach wurde eingesungen, um die Wettbewerbsstücke noch einmal zu proben. Dann ging es auf nach Altenmittlau. Der Wettbewerb fand dort in der Freigerichthalle statt. 16 Chöre darunter 11 Männerchöre, 2 Frauenchöre und 3 gemischte Chöre waren angereist und in unterschiedliche Gruppen nach Chorstärke eingeteilt. Die Auftrittszeit für den Liederkranz war für 13.30 Uhr angesetzt. Nach einem weiteren kurzen Ansingen mit Chorleiter Matthias Schmitt, der bereits am Vorabend mit einem seiner weiteren Chöre, der Harmonie-Bernbach, den 1. Preis beim Chorwettbewerb errungen hatte, warteten die Sänger auf ihren Auftritt. Die Männer aus Usenborn eröffneten die Kategorie der Männerchöre M3 von 30 bis 44 Sängern. Nach dem Liederkranz Usenborn war der Männerchor Concordia Münchholzhausen am Start.


Mit „Der frohe Wandersmann“ von Felix Mendelssohn Bartholdy begannen die Usenborner ihre Vorträge. Als zweites Lied folgte „Were you there?“ von Jamey Ray. Den Abschluss bildete dann ein Stück aus Österreich: „Bitte Betti“ von Herwig Reiter. Dieses ursprünglich für Frauenchor komponierte, sprachtechnisch und rhythmisch sehr anspruchsvolle Werk, beschreibt die elterlichen Mühen mit einem ungehorsamen Kind. Das Publikum honorierte alle 3 Lieder mit Applaus. Die Usenborner Sänger auf der Bühne hatten den Eindruck, dass sie heute einen besonders guten Tag erwischt hatten und der Chorleiter signalisierte seine Zufriedenheit schon während der Vorträge. Die Entscheidung über die Bewertung lag nun bei Wertungsrichter Stefan Class.
Nun war erst einmal warten im Festzelt bei kühlen Getränken angesagt, bis alle Kategorien beendet waren. Die Punktbekanntgabe begann um 16.00 Uhr. Die Punkte wurden in der Reihenfolge der Auftritte verlesen. Der Liederkranz bekam für seine vorgetragenen 3 Volkslieder für Volkslied A 58 Punkte, für Volkslied B 55 Punkte und für Volkslied C 58 Punkte, also insgesamt 171 Punkte von zu erreichenden 180. Dies war bis dahin die 2. höchste Wertung aller bisher genannten Chöre aus den verschiedenen Kategorien. Aber wie würde nun die Concordia Münchholzhausen abschneiden? Mit Spannung wurden die einzelnen Punkte vorgelesen. Volkslied A 58, B 56 und C 57 Punkte. Damit lag der Liederkranz mit Münchholhausen bei gleicher Gesamtpunktzahl gemeinsam auf dem ersten Platz in ihrer Gruppe. Jubel und große Freude über die in ihrer Kategorie überragende Wertung machte sich bei den Sängern des Liederkranzes breit. Nie hätte man gedacht mit Münchholzhausen mithalten zu können.


Als dann die Punktbekanntgabe mit der Kategorie M1 abgeschlossen war, wurde den Usenborner Sängern klar, dass sie gemeinsam mit Münchholzhausen nicht nur ihre Klasse gewonnen hatten, sondern auch – und das ist das wirklich Erstaunliche – von den 16 teilnehmenden Chören die insgesamt zweithöchste Punktzahl erreichen konnten. Noch höher als von den Chören in der starken Klasse M1.


Aufgrund der Punktgleichheit mit Münchholzhausen musste noch der Siegerpokal in der Gruppe M3 ausgelost werden. Auch hier war dem Liederkranz das Glück hold und so fuhren die Sänger anschließend nach der Pokalübergabe mit dem Bus in Feierlaune nach Hause. um in ihrem Stammlokal, dem Gasthaus „Zum Brunnenbach“, diesen denkwürdigen Tag ausklingen zu lassen.


Die Teilnahme beim Volksliederwettbewerb in Somborn war wieder ein großes Ereignis für den Liederkranz. Ein großes Lob und herzliche Gratulation gebührt Chorleiter Matthias Schmitt, der dem Chor wiedereinmal diese großartige Leistung entlockt hat. Wer beim Liederkranz Usenborn mitsingen möchte um vielleicht auch im nächsten Jahr wieder bei einem Volksliederwettbewerb aktiv dabei zu sein, ist herzlich eingeladen. Singstunde ist jeden Montag um 19.30 Uhr im DGH Usenborn.

„Meelstaa“ statt „Fäägmeel“

(04. 10. 2012)

Wie schon im letzten Stadtkurier angekündigt veranstaltet der Gesangverein Liederkranz Usenborn am Samstag, 13. Oktober 2012 um 20.00 Uhr ein Konzert mit der neu gegründeten hessischen Mundartgruppe „Meelstaa“ im neu renovierten Bürgerhaus in Ortenberg.


Der Name der Gruppe „Meelstaa“ stammt aus der hessischen Mundart und heißt übersetzt Mühlstein. Die neugegründete Musikgruppe singt Lieder der altbekannten Band „Fäägmeel“. Nachdem die Gruppe „Fäägmeel“ 2005 ihr Abschlusskonzert gab, wollte einer der Bandmitglieder, dass die bekannten Lieder nicht in Vergessenheit geraten. Berthold Schäfer, Mitbegründer der Gruppe „Fäägmeel“ und Gründer der Gruppe „Meelstaa“, hat sich gemeinsam mit Michael Fennel (Gitarre) und David Domine (Bass), zur Aufgabe gemacht die „Fäägmeel-Lieder“, wie "Eisblomme", "Philosophe Blues", "Foahrroad", "Ean de Kirch", "Rerrer-Kerre-Bulldog" oder die alt bekannte "Rure Roiwe Roppmaschin" und noch viele andere weiter zu singen. Ihre Musik beschreiben die drei Musiker als eine Mischung aus Country, Rock´n Roll, Folk und Blues.

 

Die Eintrittskarten sind ab 01. September an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
Metzgerei und Gaststätte Helmut Stiebeling in Hirzenhain, direkt in der Zentrale der Stadtverwaltung Ortenberg, Tel.: 06046/80000 oder Fam. Reinhard Hauck, Am Pfarrberg 3 in Usenborn, Tel.: 06046/1548. Die Karten kosten 9,50 €. Einlass ist um 19.00 Uhr. Sollte das Bürgerhaus Ortenberg noch nicht fertig gestellt sein, findet das Konzert im Bürgerhaus Gelnhaar statt. Der Liederkranz freut sich auf Ihren Besuch.

Foto zur Meldung: „Meelstaa“ statt „Fäägmeel“
Foto: „Meelstaa“ statt „Fäägmeel“

Suche nach Sängern mit viel Fantasie und kleinem Erfolg

(25. 02. 2012)

Hauptversammlung des Usenborner Liederkranz zieht Bilanz - Zahlreiche Mitglieder geehrt

Mit einem Liedvortrag eröffnete der Männergesangverein Liederkranz Usenborn seine Hauptversammlung im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus. Vorsitzender Robert Wegener teilte mit, dass dem Verein aktuell 136 Mitglieder angehören, darunter 36 Sänger. Neben 46 Singstunden ist der Chor im vergangenem Jahr 23 mal bei Konzerten, Liederabenden und Ständchen aufgetreten. Wegner dankte Sängern und allen Helfern, die den Verein bei Veranstaltungen unterstützt haben.

 

Das vergangene Jahr stand für den Liederkranz im Zeichen der Sängerwerbung. Dazu wurde unter dem Motto „Reine Männersache“ eine Kampagne gestartet. Mit „Reine Männersache“ war auch das Glanzlichterkonzert im März 2011 im Bürgerhaus Glenhaar überschreiben, das, so die Vereinsverantwortlichen, ein Highlight in der Geschichte des Verein darstelle. Geboten hatte der Liederkranz ein aufgelockertes Programm mit internationaler Chorliteratur für Männergesang, unterbrochen von heiteren Einlagen und Sketchen. Allerdings stand vor diesem Erfolg eine aufwendige Vorbereitung.

 

Erfolgreich war der Liederkranz auch im Mai beim Volksliederwettstreit in Biebergemünd-Kassel: Die Usenborner Sänger nahmen den Siegerpokal mit nach Hause. Im gleichen Monat ist auch die erste Vereinszeitung „Man(n) singt“ mit einer Auflage von 2500 Exemplaren in umliegenden Orten verteilt worden. Damit und mit einer offenen Chorprobe im Juni warb der Liederkranz um neue Sänger. Sieben Männer immerhin ließen sich locken und sangen im Chor mit, einer davon ist nun zu dem Verein gestoßen.

 

Mit dem Konzert des Kammerchores Klangfarben aus Gießen in Gelnhaar hat der Liederkranz schon eine erste große Veranstaltung im Jahr 2012 erfolgreich über die Bühne gebracht. Im September, kündigte Vorsitzender Wegner an, wird der Chor wieder an einem Wettstreit in Somborn teilnehmen. Am 4. November findet das Schlachtfest des Gesangvereins statt und für Dezember ist ein geistliches Kirchenkonzert geplant.

 

Bei den Vorstandswahlen gab es kaum Veränderungen: Der geschäftsführende Vorstand mit Robert Wegener als Vorsitzendem, Reinhold Rausch als stellvertretendem Vorsitzenden, Schriftführer Heiko Fleischer und Rechner Reinhard Hauck wurde für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt, ebenso die Stimmführer erster Tenor Jens Müller, erster Bass Sascha Schupp, Vizechorleiter Hermann Schmidt, Jugendvertreter Benjamin Rausch, Notenwart Michael Pfrogner, stellvertretender Notenwart Herbert Anwand sowie die Beisitzer Frank Wegener, Walter Schmidt und Hartmut Stumpf. Neu hinzu kamen als Stimmführer des zweiten Tenor Klaus Helfrich und des zweiten Bass Jürgen Rausch, Pressewart Florian Faust und die Beisitzer Martin Wegener und Maik Siebenlist.

 

Hermann Henkel, stellvertretender Vorsitzender des Niddertal-Sängerbundes, ehrte im Rahmen der Hauptversammlung langjährige Mitglieder. Er überreichte Manfred Weinthäter und Rainer Dietz für jeweils 50 Jahre Singen im Chor eine Urkunde und eine Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes. Hans-Werner Groth bekam für 40 Jahre Gesang und Gerhard Lotz für 25 Jahre eine Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes und eine Urkunde des Niddertal-Sängerbundes.

 

Die beiden Vorsitzenden Robert Wegener und Reinhold ehrten Mitglieder, die den Liederkranz schon viele Jahre unterstützen - aktiv wie passiv: Die goldene Vereinsehrennadel bekam Hans-Werner Groth für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft im Liederkranz. Mit der silbernen Vereinsehrennadel wurde Hartmut Hof für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. David Schmidt und Maik Siebenlist bekamen die Bronzene Vereinsehrennadel für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft, Benjamin Rausch für zehn Jahre aktive und Martin Wegener und Martin Neun für 20 Jahre passive Mitgliedschaft die einfache Vereinsehrennadel. Für den besten Singstundenbesuch erhielten Hans-Werner Groth, der 2011 keine Singstunde versäumt hat, Jürgen Faust und Walter Schmidt Fresskörbe. Für Ihre Vereinsarbeit als Notenwarte bekamen auch Michael Pfrogner und Herbert Anwand sowie Busfahrer Gerhard Lotz eine Anerkennung.

 

Interessierte am Chorgesang sind beim Liederkranz immer willkommen. Singstunde ist montags um 19 Uhr im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus.

Artikel aus dem Kreisanzeiger vom 25.02.2012

Foto zur Meldung: Suche nach Sängern mit viel Fantasie und kleinem Erfolg
Foto: Suche nach Sängern mit viel Fantasie und kleinem Erfolg

Musikalischer Ausflug in die Welt des Fantastischen

(08. 02. 2012)

Mit dem Chor Klangfarben präsentierte der Liederkranz Usenborn ein Glanzlicht des Chorgesangs

 

(em). Einen musikalisch-szenischen Ausflug in die Welt des Fantastischen bescherte der Männerchor Liederkranz 1898 Usenborn 170 Zuhörern im Gelnhaarer Bürgerhaus. Unter dem Motto „Die Geister, die ich rief - Geistreiche Chormusik aus verschiedenen Epochen“ gestaltete der Gießener Kammerchor Klangfarben mit seinem Leiter, dem kurhessen-waldeckischen Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum, das Programm.

 

Auch der Gastgeberverein zeigte eingangs, dass er, dirigiert von Matthias Schmitt, nuancenreiche Chormusik vortragen kann: „Loreley“ in einem Satz von Mathieu Neumann mit Anklängen an die bekannte Vertonung des Heine-Textes, das schmerzliche „Treu oder falsch“ desselben Komponisten und schließlich schwungvoll „Wer recht in Freuden wandern will“. In seiner Begrüßung hob der Vorsitzende Robert Wegener das besondere Thema dieses Konzertes hervor und begann, eine Atmosphäre des Unheimlichen aufzubauen, verstärkt durch die Klangfarben im Off. Beginnt das Gespräch der Macbeth-Hexen „When shall we three meet again“ in der Vertonung Stefan Kalmers als insistierender Sprechgesang, lösen sich die Stimmen dann in ein bewegt-dissonantes Klangbild.

 

Eindrucksvoll der Einzug des Kammerensembles: Während ganz im Stil eines traditionellen Männerchores die Sänger im Vorwärtsgehen das Schubertsche „Am Brunnen vor dem Tore“ vortrugen, sang der Nachtwächter mit Laterne und Umhang die Mitternacht ein und schon mischten sich die Sängerinnen als Hexenschar zischend, kichernd, raunend in das Klangbild.

Auf die Reise in die Welt des Fantastischen bereiteten abwechselnd als Sprecher Susanne Erker und Helmut Hering vor. Lyrisch, in sanftem Schmerz über eine entschwundene Liebe und die Vergänglichkeit des Frühlings, klangen die Chorstimmen im schwedischen Lied des Maiglöckchenkönigs, vertont von David Wikander, zusammen. Zwei Kompositionen von Shakespeare-Texten, beide von Vaughan Williams, folgten: „Over Hill, over Dale“ schildert in einem schnellen filigranen Klangbild den Flug einer Elfe im „Sommernachtstraum“. Bei „The Cloud - Capp‘d Towers“ aus dem „Sturm“ zeichnet kunstvolle Stimmführung das Bild einer kosmischen Auflösung, das durch Imitation von Wind und Lufthauch besondere Dichte erhält. Das durchgängig leistungs- und ausdrucksstarke Klangfarben-Ensemble wurde diesem anspruchsvollen Stück absolut gerecht. Romantische Sehnsucht prägt Heines „Aus alten Märchen“, vertont von Robert Schumann. Der Bariton Helmut Hering trug das Solostück, am Klavier begleitet von Marion Bathe, werktreu anfangs mit farbiger Vitalität, dann von wehmütiger Nostalgie vor.

 

Erschütternd, eruptiv ist dagegen Randall Stroopes Chorstück „The conversion of Saul“, Darstellung einer Szene der Apostelgeschichte. Der wütende Christenverfolger Saulus wird in Damaskus von einem Chor stampfender Sängerinnen, drängender Bässe zur Grausamkeit aufgestachelt, ehe ihn verhaltene Stimmen - himmlische Botschaft oder sein besseres Selbst? - zur Wandlung aufrufen. Mit glucksenden Wasserlauten, mit dem Quäken von Faunen ausgestaltet war Jannequins Liebeslied an die „Petite Nymphe Folastre“, in anmutigem Spiel der Stimmen folgte Gastoldis Chorsatz „Al Mormorar“. Amorphe Töne, Schnalzen, Flüstern, Geräuschnachahmung fügen sich in der zeitgenössischen Komposition Cardosos namens „Chromaphonetikos“ zu einem bizarren Klangbild zusammen.

 

Die Zuhörer waren so im Bann der „Klangfarben“, dass sie aufmerksam dem eigenwilligen Werk aufmerksam lauschten und mit lebhaftem Applaus die große Leistung des Chores anerkannten. Mädchenhafte Scheu, Überwältigung der ersten Liebe - all das ließ Uta Böttcher in ihren Vortrag von Mozarts „Zauberer“ einfließen, ehe mit Ravels „Ronde“ der Nymphen der erste Teil beendet wurde.

 

Facettenreich ging es weiter. Hineingenommen in ein Klangmeer waren die Zuhörer bei Whitacres “Water night“, gespenstisch stand dagegen die Distler-Vertonung von Mörikes dämonischem „Feuerreiter“, der Blick auf das Korallenskelett am Meeresgrund in Frank Martins „Full Fathom Five“, heiter verspielt der Tanz der Zuckerfee aus Tschaikowskys Nussknacker-Suite, grotesk das Mixen des Hexentranks in Mäntyjärvis „Double, double toil and trouble“.

 

An das „Herr der Ringe“-Musical erinnerten Solovorträge. Auf den anhaltenden Beifall des Publikums hin gaben die „Klangfarben“ zwei Zugaben und Wegener dankte den Sponsoren des Konzertes.

 

aus Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 08.02.2012

Klangfarben Gießen singt in Gelnhaar

(21. 01. 2012)

Unter dem Motto „Die Geister, die ich rief - geistreiche Chormusik aus verschiedenen Epochen“ gastiert am Samstag, 4. Februar, der Kammerchor „Klangfarben Gießen“ in der Veranstaltungsreihe „Glanzlichter der Chormusik“ in Gelnhaar. Das Konzert findet auf Einladung des Männerchores Liederkranz 1898 Usenborn im Dorfgemeinschaftshaus Gelnhaar statt.

 

Beginn ist um 19 Uhr. Mit ihrem musikalischen Programm nimmt der Chor seine Zuhörer mit auf eine virtuose Reise durch die Welt der Hexen, Geister, Elfen und Nymphen - Gestalten, denen man nicht alle Tage auf der Straße begegnet. Mystisch-Gespenstisches folgt auf Fröhlich-Beschwingtes. Darbietungen des Chores wechseln sich mit solistischen Beiträgen ab. Es geht durch alle musikalischen Epochen, von der Renaissance bis in die zeitgenössische Musik. Die Besucher hören Musik der Komponisten Jannequin, Williams, Distler, Ravel, Tchaikovsky, Stroope, Cardoso, Whitacre, Martin, Tormis, Mäntyjärvi und Kalmer. Der Eintritt an der Abendkasse kostet acht Euro, ermäßigte Karten gibt es für sechs Euro.

 

Kreisanzeiger vom 21.01.2012

Starke Kerle und Naturburschen

(07. 11. 2011)

 Musikcorps gibt erstmals seit drei Jahren Herbstkonzert - Gesangverein „Liederkranz 1898“ als Unterstützung

(en). Nach drei Jahren Pause hatte das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Hirzenhain jetzt wieder zu einem Herbstkonzert eingeladen. Um dem Publikum etwas Besonderes bieten zu können, hatte sich das Corps durch Gastmusiker verstärkt und vorher ein Wochenendtraining in Lauterbach absolviert.

 

„Wir sind hier, um wunderbare Musik zu hören und das kann ich ihnen auch versprechen“, bekräftigte Moderator Jürgen Faust im Bürgerhaus in Hirzenhain zu Konzertbeginn. Nach einem tollen Vorprogramm, das 15 Musikerinnen und Musiker der Feuerwehrnachwuchsband „Brassfire“ unter der Leitung des Berufsmusikers Heinz Lang aus Ortenberg gestaltet hatten, hieß Faust die große Gästeschar, darunter Bürgermeister Freddy Kammer, die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Gabriele Stadelmann, den Ehrendirigenten Sepp Kolb und den Kreis- und Bezirksstabführer Paul-Heinz Eckhardt willkommen. Letzterer hatte eine Urkunde für Alexandra Baingo im Gepäck, er ehrte sie für ihre zehnjährige Musikertätigkeit. Eckhardt überbrachte aber auch einen Förderbetrag des Kreisstabführers, der jährlich an eine Musikgruppe der Musik treibenden Züge der Feuerwehren im Wetteraukreis für die Unterstützung der Vereinsarbeit und dem Engagement in der Feuerwehrmusik vergeben wird.

 

Mit dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ eröffnete das Musikcorps das Hauptprogramm des Abends unter der Leitung von Dirigent Berthold Kaiser, um die musikbegeisterten Gäste sodann auf eine musikalische Reise durch ein an-sprechendes Repertoire der Feuerwehr-kapelle mitzunehmen. Es folgte eine Operetten-Ouvertüre von Rossini, bevor in „Drei lustige Gesellen“ die drei Tenorhörner, gespielt von Sven Welz, Wolfgang Domes und Thorsten Henes, ein gelungenes Solo präsentierten. Nach einem großen Potpourri mit südländischen Rhythmen beendete ein effektvoller Marsch „Mars der Medici“ den ersten Auftritt des Musikcorps. Als eine große Bereicherung für das Herbstkonzert stellten sich die Beiträge des Gesangvereins „Liederkranz 1898“ Usenborn heraus. Schon der Start ihres Programmteils im abgedunkelten Saal, bei dem sie sich unter das Publikum mischten, sorgte für große Begeisterung. Die Sänger hatten auch die Idee für das Motto des Abends, „Musik ist nicht nur Männersache“ geliefert.

 

Vorsitzender Robert Wegener brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Beiträge kein zu großer Schock für die anwesenden Damen sei, denn die Lieder seien ausschließlich den Männern, „dem starken Geschlecht“ gewidmet. Unter der Leitung von Matthais Schmidt sangen die mehr als 30 Akteure von „Naturburschen“, „Ehegeflüster“, „Starke Kerle“ und „Wie wir wirklich sind“. Sie hatten auch ein Bühnenspiel, „Das Haar in der Suppe“, inszeniert, bevor sie dem Publikum musikalisch eine „Speisekarte“ präsentierten. Wenig gourmetreich, dafür aber umso effektvoller erzählte das Lied „Don’t forget Zwiebelmett on the Fensterbrett“ was mit dem rohen Fleisch passiert, wenn man es auf dem Fensterbrett zu lange stehen lässt.

 

Weiter ging es im Programm des Herbstkonzertes des Musikcorps, bei dem die Gäste nicht mit Beifall geizten, mit dem „Florentiner Marsch“, einem „Peter-Maffay-Medley“, dem Stück „Halleluja“ und einem Potpourri russischer Melodien, bevor die Kapelle mit dem Schlussmarsch „Zum Städel hinaus“ ihren Auftritt beendeten.

 

Doch auch danach traten die Sänger aus Usenborn noch einmal in Aktion und setzten mit dem „Nachtwächterlied“ auch ihren musikalischen Schlusspunkt zu einem großartigen Konzert, das die musikbegeisterten Gästen nachhaltig für die dreijährige Pause entschädigte.

 

Artikel aus dem Kreisanzeiger vom 26.10.2011

Ehrenbrief des Landes Hessen für Reinhold Rausch

(28. 10. 2011)

Die Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen an Reinhold Rausch im Rahmen des Erntedankfestes und des Taufgottesdienstes seiner Enkelin in der Usenborner St. Laurentius-Kirche war eine große Überraschung für den Geehrten. Sein Freund Winfried Blum hatte ihn für diese Ehrung vorgeschlagen und alle Daten zusammengetragen, die für die Auszeichnung notwendig sind. Alle Beteiligten hatten bis zum Schluss dicht gehalten, nicht einmal Ehefrau Jutta hatte etwas mitbekommen. Rauschs Schwager Robert Wegener, Vorsitzender des „Liederkranz“ Usenborn, hielt eine rührende Laudatio: Reinhold Rausch ist in Usenborn geboren und war von Kindheit an in den Vereinen aktiv. Schon als Kind hatte er mit dem Fußballspielen begonnen, und sein Wirken für den KSG Usenborn hält bis heute an. Dazu kam schon früh die Aktivität in der Feuerwehr. Hier war Reinhold Rausch einer derjenigen, die die erste Jugendfeuerwehr gründeten und als Betreuer fungierten. Als Gründungsmitglied der Natur- und Vogelschutzgruppe war und ist er immer noch aktiv. Sein schauspielerisches Talent stellte er bei der Theatergruppe Usenborn unter Beweis und wirkte bei einigen Theateraufführungen mit. Seit vielen Jahren gehört Rausch dem Kirchenvorstand der evangelischen St. Laurentius-Gemeinde an, aktuell als dessen Vorsitzender. Ein großes Steckenpferd ist schon seit seiner Konfirmationszeit der Männerchor. Von 1984 bis 1989 war er zweiter Vorsitzender, von 1990 bis 2001 Vorsitzender und seit 2002 ist er wieder zweiter Vorsitzender des „Liederkranz“ Usenborn. Als gelernter Schriftsetzer war Reinhold Rausch immer wieder ein gefragter Fachmann, wenn es um den Satz und die Gestaltung von Schriftlichkeiten, Plakaten oder Handzetteln ging. Fast jede Festschrift in den letzten 30 Jahren ist wohl durch sein Zutun zu einem Schmuckstück geworden. Gekrönt wurde dies durch das Koch- und Heimatbuch der Landfrauen und natürlich durch das Festbuch anlässlich der 700-Jahr-Feier von Usenborn. Zurzeit gibt er mit seinem Redaktionsteam das Kirchenblättchen für Usenborn und Bergheim heraus. Seine Frau Jutta und seine ganze Familie haben ihn in der Ausübung seiner Ehrenämter immer unterstützt.

Die „reine Männersache“ ließ auch Frauen nicht kalt

(30. 03. 2011)
Ungewöhnliches Konzert des Liederkranz Usenborn vor großem und begeistertem Publikum


/ (co). „Reine Männersache” war es dann doch nicht, denn das Konzert des Männergesangvereins „Liederkranz“ Usenborn unter diesem Motto begeisterte auch die Frauen im großen Publikum vollends. Das humorvolle Programm mit internationaler Chorliteratur aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen bis zu hin aktueller deutscher Pop-Musik belohnten die mehr als 250 Gäste im Bürgerhaus Gelnhaar immer wieder mit Jubel und am Ende mit Standing Ovations. Akteure der Usenborner Theatergruppe „Die fidelen Bühnentreter“ lockerten den Gesang mit Sketchen auf.

 

Immer passend zum Thema, wechselten die Sänger ihr Outfit. Die Gesamtleitung hatte Chorleiter Matthias Schmitt, dem der Liederkranz-Vorsitzende Robert Wegener herzlich für seine sprühenden Ideen dankte. Auch dankte Wegener schmunzelnd den zahlreichen Frauen im Publikum, „die trotz der vielen Anspielungen tapfer ausgehalten haben“ und entschuldigte sich für manche - liebevolle - Frotzelei. Aber so ist es nun mal bei „Reiner Männersache“, die Herren der Schöpfung verstehen sich untereinander und ab und an sind auch die Partnerinnen Gesprächsstoff. Das bleibt bei so vielen gestandenen Mannsbildern zwischen 25 und 70 Jahren, wie sie im Liederkranz singen, nicht aus.

 

Mit dem Klassiker „Funiculi-Funicula“ begann das Konzert. Nach zwei Liedern bewegten Wegener als Gesangsschüler und Axel Bechtholdt von den „Bühnentretern“ als russischer Gesangslehrer sich „auf den Flügeln des Gesangs“. Der Schüler verzweifelte schier an den Interpretationen des Titels aus dem Musical „Anatevka“ - sehr zum Vergnügen des Publikums. Anschließend war Fußball angesagt: in bunter Fankleidung und mit Vuvuzelas stürmten dieMänner auf die Bühne und inszenierten gesanglich ein Match: „Anstoß, los, dribbeln, wir wollen jetzt endlich ein Tor sehen, Schuss, Nachschuss, Tooor“ - und so ging’s melodiös und rhythmisch weiter. Anschließend berichtete ein Sänger vom „Sonndachmiddach auf dem Fußballplatz“ und vom Fachsimpeln mit den Kameraden in der Kneipe, „das sie sowieso nicht versteht“ - gemeint ist die Gattin zuhause. Dann allerdings folgte ein Loblied auf „drei lachende Mädchen“. Der Sketch „Ein Haar in der Suppe“ mit den Herren in Schürzen und mit Kochlöffeln und Schaumschlägern amüsierte das Publikum. Er ging nahtlos über in ein „Speisezettel-Lied“ über gutes Essen. Selbst das auf dem Fensterbrett in der Sonne vergessene Zwiebelmett war Gegenstand eines lustigen Songs.

 

Nach der Pause waren gefühlvolle wie leidenschaftliche internationale Lieder an der Reihe, die Herren nun in Manchesterhosen, Jeans, karierten Hemden und Hosenträgern. Nach einem Sketch der „fidelen Bühnentreter“ zum „Ruhestand“ folgte die Liederkranz-Interpretation von Herbert Grönemeyers Hit „Männer“, zu dem sich die Sänger in schwarze Hosen und rosa Hemden gekleidet hatten. Auf eine „weibliche Beschwerde“ aus dem Publikum hin, lustig dargebracht von einer „Bühnentreterin“, folgte das gesangliche Gegenstück über „Frauen“. Was im unterhaltsamen Repertoire des Chores nicht fehlte, war der Hit „Männer sind Schweine“ der Rockband „Die Ärzte“, präsentiert in rosa Hemden, rosa Krawatten, mit Schweinemützen und rosaroten Ringelschwänzchen an den schwarzen Hosen. Auch hier nahmen sich die Männer augenzwinkernd auf den Arm.

 

Mit dem gefühlvollen Lied „Dank an den Abend“ und dem Nachtwächterlied ging das gelungene Konzert zu Ende - und Jeder, Jede wusste ein bisschen besser über „reine Männersache“ Bescheid.

 

Text: Kreisanzeiger für Wetterau und Vogelsberg vom 30.03.2011

Foto zur Meldung: Die „reine Männersache“ ließ auch Frauen nicht kalt
Foto: Die „reine Männersache“ ließ auch Frauen nicht kalt

Coretfal zu Besuch beim Liederkranz

(19. 08. 2010)
Mit Esprit, Herzlichkeit und temperamentvoller Musik erobert der brasilianische Chor „Coretfal“ die Herzen der Usenbörner

 

(cbl). „In Usenborn herrscht auch gerade die Regenzeit, nur, dass der Regen hier 20 Grad kälter ist als in Brasilien”, waren die ersten Worte, mit denen Robert Wegener die brasilianischen Gäste begrüßte. Gespannt hatten die Zuschauer die Ankunft der lateinamerikanischen Gäste erwartet, die der Gesangverein Liederkranz zu einem kulturellen Chorerlebnis eingeladen hatte.

 

Es sollten nur wenige Minuten vergehen, ehe der Esprit der Südamerikaner, ihre Herzlichkeit und Ausstrahlung den Saal mit Wärme und Sonne füllte und damit den verregneten Sonntag abzulösen schien. Dass der Männergesangverein Liederkranz jedes Jahr einen Chor zum Gastsingen einlädt, ist den meisten Bewohnern des Ortenberger Stadtteils Usenborn bekannt - dass aber dieses Jahr ein brasilianischer Chor die Ehre haben würde, überraschte sogar die meisten Liederkranz-Sänger. Eher zufällig konnten Vorsitzender Robert Wegener und Chorleiter Matthias Schmitt den international tätigen Chor „Coretfal“ für die kleine Gemeinde gewinnen: Nach der Absage eines heimischen Gastchores im Frühjahr engagierten sie die brasilianischen Gäste, die am internationalen Chorwettbewerb „Heart of Europe“ teilgenommen hatten, der von Schmitts weiterem Chor „DelicaTon“ aus Freigericht in Gelnhausen ausgerichtet wurde.

 

„Da die Brasilianer - im Gegensatz zu den anderen 24 Chören - geplant hatten, länger zu bleiben, ergriffen wir die Gelegenheit und luden sie nach Usenborn ein“, berichtete Wegener, der auch Sänger beim Chor „DelicaTon“ ist. „Wir wollten den Sängern der Region die Möglichkeit geben, zu sehen, was Chormusik ist“, erzählte der Vorsitzende weiter. Auch der brasilianische Chor „Coretfal“, der sich das Kennenlernen von anderen Kulturen und die Verbreitung der Musikkultur Brasiliens in der Welt auf die Fahne geschrieben hat, habe sich sehr über die Einladung in ein „little german village“ (kleines deutsches Dorf) gefreut.

 

Die typische Kultur des oberhessischen Dörfchens konnten die Gäste dann schließlich bei Blechkuchen und Krustenbraten aus dem Backhaus sowie Bier vom Fass erleben - eine geplante Rundfahrt mit dem Traktor sowie ein Umtrunk in den Feldern Usenborns konnten wegen des schlechten Wetters nicht stattfinden. Begleitet wurden die Gäste dabei stets von Dora Böhm, die selbst aus Brasilianen kommt und nun schon seit mehr als 25 Jahren mit ihrem Ehemann in Usenborn lebt. Ihr und ihrem Sohn war es auch zu verdanken, dass die Usenbörner erfahren konnten, was die südamerikanischen Gäste berichteten, fungierten die beiden doch als Dolmetscher und Reiseführer der Gruppe.

 

Der Dank der Südamerikaner für die Gastfreundschaft fiel groß aus: „Coretfal“ versetzte die Zuschauer mit einem überwältigenden Auftritt in Gänsehautstimmung. Der brasilianische Esprit, die Freude am Singen und Tanzen bescherte den Zuschauern ein unvergessliches Chorerlebnis. So präsentierten sich die jungen Künstler aus Maceió zu Beginn ihrer Vorstellung als wilde Tiere aus dem Urwald und „imitierten die Stimmen naturgetreu“, berichtete auch Besucherin Monika Wagner. Das ausgefallene Programm der Brasilianer wurde mit Gesangseinlagen des Liederkranzes unterstrichen, der die Bewirtung der Gäste aus der eigenen Tasche übernommen hatte. „Wir wollen Teil an anderen Kulturen haben“, berichtete Robert Wegener zu Beginn der Veranstaltung. Die hohen Erwartungen - da waren sich die Veranstalter sicher - haben die Gäste bei Weitem übertroffen.

 

Kreisanzeiger v. 19.08.2010

Foto zur Meldung: Coretfal zu Besuch beim Liederkranz
Foto: Coretfal zu Besuch beim Liederkranz

Zuckerhut in Usenborn

(02. 08. 2010)

 Zu einer kulturellen Begegnung der besonderen Art kommt es demnächst in Usenborn. Dem „Liederkranz“ Usenborn ist es gelungen, den brasilianischen Chor Coretfal einzuladen. Coretfal gastiert vom 11. bis 16. August in Deutschland. Der Chor nimmt am 1. Internationalen Chorfestival „Heart of Europe” in Gelnhausen teil. Die besten Chöre aus 20 verschiedenen Nationen mit insgesamt ca. 1000 Sängerinnen und Sängern treten dort in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Um bei seinem Besuch in Deutschland auch Land und Leute kennen zu lernen, kommt der brasilianische Chor am Sonntag, 15. August, auch nach Usenborn.

 

Coretfal ist ein renommierter junger gemischter Chor und wurde 1975 von der Dirigentin Maria Augusta Monteiro Menezes gegründet, mit dem Ziel, die Musikkultur Brasiliens in der Welt zu verbreiten. Der Chor mit einer Stärke von ca. 40 überwiegend jungen Sängern und Sängerinnen zeigt bei allen Auftritten Kleidung, Repertoire und Choreographie (Tanz) der Kultur Brasiliens. Seit seiner Gründung nahm der Chor an mehreren internationalen Festivals und an nationalen Treffen Brasiliens teil. Ein Besuch in Usenborn ist natürlich eine schöne Abwechslung für den Chor. Zu dieser Begegnung hat sich der „Liederkranz“ etwas Besonderes einfallen lassen. Auf dem Anwesen des Gasthauses „Zum Brunnenbach“ wird Coretfal mit einem kulinarischen Fest begrüßt. Ab 14.30 Uhr werden Kaffee und Backhauskuchen angeboten. Die Gäste werden an diesem Tag Lieder aus dem Repertoire des „Liederkranz“ Usenborn und der Mundartgruppe „Die Brell-Osse“ zu hören bekommen. Jeder Besucher kann darauf gespannt sein, was Coretfal als Kostprobe des brasilianischen Chorgesangs (in portugiesischer Sprache) nach Usenborn mitbringen wird. Ab 18 Uhr werden Spezialitäten aus dem Backhaus serviert. Für alle Besucher soll es ein unvergesslicher Tag werden. Jedermann ist zu dieser kulinarischen Begegnung herzlich willkommen.

 

Weitere Informationen unter www.coretfal.com, www.zum-brunnenbach.de oder www.heartofeurope.de

 

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