Gesunde Gefäße – gesundes Herz: Den Herzinfarkt vermeiden
Zentrum für Kardiologie und Angiologie Ortenberg informiert am 5. November
Unter dem Motto „Gesunde Gefäße – gesundes Herz: Den Herzinfarkt vermeiden“ veranstaltet das Zentrum für Kardiologie und Angiologie Ortenberg am Mittwoch, 5. November, von 15 bis 17 Uhr unter 06046-2424 eine Telefonsprechstunde im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung.
Damit das Herz seine lebenswichtige Arbeit dauerhaft rund um die Uhr leisten kann, muss es ausreichend mit nähr- und sauerstoffreichem Blut versorgt werden, was über die Koronararterien (Herzkranzgefäße) geschieht. Kommt es dort zu Ablagerungen – sogenannten Plaques – können diese Gefäße zunehmend verengen („verkalken“). Dieser Prozess wird als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet. Die KHK ist Grunderkrankung und Vorstufe des Herzinfarkts. Sie ist zugleich die häufigste Herzerkrankung in Deutschland mit rund 540 000 Krankenhausaufnahmen und die führende Todesursache mit 126 000 Todesfällen pro Jahr (davon 46 600 Herzinfarkt-Sterbefälle).
„Trotz des Erfolgs der Herz-Kreislauf-Medizin, die KHK-Todesrate in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zu senken, ist der Handlungsdruck – besonders im Bereich der Prävention – angesichts der über eine halbe Million Krankenhausaufnahmen und 126 000 Todesfälle weiterhin hoch“, betont der Kardiologe Dr. Stefan Lehinant vom Zentrum für Kardiologie und Angiologie Ortenberg. „Wir nehmen deshalb die Herzwochen zum Anlass, Menschen bereits im jüngeren und mittleren Alter für die Ursachen und Risikofaktoren der KHK und des Herzinfarkts zu sensibilisieren, ihnen Maßnahmen näherzubringen, wie sie selbst aktiv vorbeugen können, und sie über die aktuellen Therapiemöglichkeiten zu informieren.“
Tückisch an der KHK ist, dass sie sich oft über lange Zeit ohne spürbare Symptome entwickelt. Dennoch wird der Herzmuskel dabei zunehmend schlechter durchblutet, was im weiteren Verlauf zu Beschwerden wie Brustenge bei körperlicher Anstrengung (Angina pectoris) führen kann. Im schlimmsten Fall kommt es durch den vollständigen Verschluss eines Gefäßes zu einem Herzinfarkt. „Oft werden erste Warnzeichen oder Vorboten nicht erkannt, als harmlos abgetan oder nicht mit dem Herzen in Verbindung gebracht“, berichtet die Kardiologin Dr. Michaela Schmidt vom Zentrum für Kardiologie und Angiologie Ortenberg. „Auch das hohe Schadenspotenzial der KHK wird häufig unterschätzt und leider erst dann ernst genommen, wenn bereits ein Herzinfarkt eingetreten ist.“ Das gelte auch für die Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin) und hoher Blutzucker (Diabetes mellitus), die solche Ablagerungsprozesse (Arteriosklerose) in den Gefäßen begünstigen.
Das ist umso bedauerlicher, denn heute sind viele Möglichkeiten vorhanden, um die KHK frühzeitig zu diagnostizieren und wirksam zu behandeln – medikamentös, interventionell (perkutane Koronar-Intervention/PCI, Stenttherapie) oder operativ (Bypass-Operation). Von großer Bedeutung ist auch ein gesunder Lebensstil. Dies gilt nicht nur zur primären Vorbeugung der KHK bei Herzgesunden, sondern auch für Menschen, bei denen die Erkrankung bereits diagnostiziert wurde. Denn die KHK ist eine chronische Erkrankung, die ebenso wie ihre Grunderkrankungen Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes oder Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht aktives Gegensteuern erfordert.
Mit welchen Maßnahmen dies am besten gelingen kann und welche medizinischen Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen, darüber informieren die beiden Herzspezialisten Patienten und Interessierte telefonisch am 5. November unter 06046-2424 von 15 bis 17 Uhr.
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