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Holzkunst, Störche und eine lebendige Nidder - NABU-Gelände an den Salzwiesen in Selters erhält neue Attraktionen

Wer das NABU-Gelände an den Salzwiesen besucht, merkt schnell, dass hier mit viel Engagement, Kreativität und Begeisterung ein besonderer Ort für Naturerlebnis entstanden ist. Zwischen der renaturierten Nidder, dem Barfußpfad, der Balancierstrecke und zahlreichen Naturerlebnisangeboten gibt es für kleine und große Besucher vieles zu entdecken. Nun sorgen neue Holzkunstwerke für weitere Blickfänge auf dem Gelände.


Ermöglicht wurde und wird das alles dank eines LEADER-Förderantrags, den die Stadt Ortenberg in Kooperation mit dem NABU Ortenberg bewilligt bekommen hat. Für die Landesgartenschau 2027 wird hier am Haus an den Salzwiesen noch einiges entstehen in den nächsten Monaten.


Rund um die Feuerstelle wurden in den vergangenen Tagen massive Holzbänke mit kunstvoll geschnitzten Tierfiguren aufgestellt. Die Arbeiten stammen von den Holzkünstlern Johanna und Wolfgang Busch von Arbotec Holzkunst in Büdingen-Calbach. Mit viel handwerklichem Geschick entstanden aus Hartholz-Baumstämmen eindrucksvolle Figuren, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügen. Besonders ein detailreich gestalteter Rotmilan zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich und erinnert an die vielfältige Vogelwelt der Nidderaue.


Auf der „Kinderinsel“ findet sich nun unter anderem auch eine große Schlange, die aus mehreren Baumstämmen geschnitzt und zusammengesetzt wurde und insbesondere Kinder zum Entdecken, Balancieren und Spielen einladen soll. Dabei wurde auch an die Sicherheit gedacht. An den Enden der Figur werden Fallschutzmatten angebracht, damit das Naturerlebnis unbeschwert genossen werden kann.


Bei einem Gespräch vor Ort berichteten Johanna und Wolfgang Busch, dass Holz als natürlicher Werkstoff regelmäßig gepflegt werden sollte. Sonne, Regen, Frost und Wind hinterlassen im Laufe der Jahre ihre Spuren. Eine jährliche Pflege helfe dabei, die Kunstwerke langfristig zu erhalten und die feinen Details der Schnitzarbeiten sichtbar zu bewahren.


Bei der Installation der neuen Bänke und Skulpturen war auch Dietmar Wäß, Vorsitzender des NABU Ortenberg, vor Ort. Gemeinsam mit weiteren Unterstützern wurden die Kunstwerke an ihrem neuen Standort aufgestellt. Die neuen Elemente ergänzen das Gelände nicht nur optisch, sondern schaffen zusätzliche Möglichkeiten zum Staunen, Verweilen, Beobachten und Erleben.


Die Entwicklung ist damit noch nicht abgeschlossen. Bereits in den kommenden Wochen sollen noch weitere Sitzgarnituren und Holzfiguren folgen. Geplant sind bei den Figuren noch die hier typischerweise vorkommenden Arten Weißstorch und Eisvogel sowie noch ein großer Holz-Ziegenbock, passend zu der auf dem NABU-Gelände weidenden Ziegenherde. 


Die neuen Holzkunstwerke passen hervorragend zu einem Gelände, das Natur hautnah erfahrbar macht. Kinder können auf der langen Balancierstrecke ihr Gleichgewicht testen, den Barfußpfad erkunden oder entlang der Nidder auf Entdeckungstour gehen. Statt Natur nur auf Schautafeln kennenzulernen, können sie hier Wasser, Kies, Lehm, Pflanzen und Tiere unmittelbar erleben.


Ein besonderer Anziehungspunkt bleibt die unmittelbar angrenzende renaturierte Nidder. Vor wenigen Wochen stellte der Gewässerplaner Gottfried Lehr bei einem Vortrag im NABU-Haus die Entwicklung der Nidder und die Bedeutung naturnaher Gewässer vor. Heute zeigt sich, welchen Wert solche Maßnahmen für Mensch und Natur haben können. Der Fluss bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und macht gleichzeitig die Natur für Besucher unmittelbar erlebbar.
Zu den bekanntesten Bewohnern der Umgebung zählen die Weißstörche, die regelmäßig auf den Wiesen rund um die Salzwiesen unterwegs sind. Gemeinsam mit Rotmilan, Eisvogel und vielen weiteren Vogelarten prägen sie das Bild der Nidderaue und begeistern Naturfreunde ebenso wie Spaziergänger und Familien.


Das NABU-Gelände in Ortenberg-Selters ist damit weit mehr als ein Ausflugsziel. Es ist ein Ort, an dem Natur, Umweltbildung, Kunst und Gemeinschaft zusammenkommen. Die neuen Holzkunstwerke von Johanna und Wolfgang Busch setzen dabei einen weiteren gelungenen Akzent und zeigen, wie sich handwerkliche Kreativität und Naturverbundenheit miteinander verbinden lassen.


Damit sich das Gelände auch künftig weiterentwickeln kann, freut sich der NABU Ortenberg über Unterstützung. Gesucht werden Menschen, die sich aktiv einbringen möchten, beispielsweise bei Projekten, Veranstaltungen oder als Beisitzerin oder Beisitzer im Vorstand. Aber auch eine Mitgliedschaft hilft dabei, die wertvolle Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit langfristig zu sichern.


Wer heute die neuen Holzfiguren betrachtet, dabei den Störchen auf den Wiesen zuschaut oder die Füße in die Nidder hält, erlebt einen Ort, der von vielen engagierten Menschen gestaltet wurde und der zeigt, wie lebendig Naturschutz sein kann.
 

Fotoserien

NABU Haus an den Salzwiesen - neue Holzkunst (DO, 30. Juli 2026)

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