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Endspurt am Bleichenbach

In verschiedenen Abschnitten werden zur Zeit noch die Maßnahmen zur Renaturierung des Bleichenbachs umgesetzt. Das Gewässer von Wenings bis Stockheim ist Teil des Programms „100 Wilde Bäche“, getragen und finanziert wird die gesamte Maßnahme von der Gerty Strohm Stiftung aus Frankfurt.


Im vergangenen Winterhalbjahr  sind eine Schwammlandschaft, Retentionsraum und neuer Lebensraum am Bleichenbach entstanden. In den kommenden Monaten geht es in die Schlussrunde. 


Vor dem Hintergrund der dramatischen Dürre und Wasserknappheit sind die bereits durchgeführten Maßnahmen hoch aktuell: In vielen Bereichen hat die Bleiche jetzt wieder ihren ursprünglichen Platz zurückerhalten und kann teilweise die ganze Aue fluten. Natürliche Überflutungsgebiete wurden hier reaktiviert, das Wasser kann länger in der Landschaft bleiben und gespeichert werden. Während das Gewässer wie viele andere Bäche im Oberlauf teilweise trockengefallen war, blieb die Aue oberhalb von Gelnhaar auch in der größten Trockenperiode noch feucht und hielt das Wasser in der Landschaft.


Unterhalb von Wenings und am alten Fischteich zwischen Bergheim und Bleichenbach wurden weitere Retentionsräume aktiviert. Sie können in Zukunft Hochwasserwellen gedämpft ablaufen lassen und sorgen ebenfalls für eine verbesserte Wasserspeicherung in der Landschaft. Der Boden des ehemaligen Angelteichs wird mit Kleingewässern modelliert, hier soll sich ein Bruchwald entwickeln können. 


Bereits im August wurde oberhalb von Bergheim das alte Bachbett der Bleiche wieder geöffnet. Weitere Maßnahmen folgen in Kürze zwischen Bleichenbach und Stockheim. Dort soll die Steinbefestigung entfernt werden, und der Bach bekommt wieder mehr Raum zurück. Der Bach ist dann sein eigener Landschaftsarchitekt und kann sein Bett wieder selbst modellieren. 


Zuletzt werden auch in den Ortslagen Wanderhindernisse aus dem Bach entfernt, die den Aufstieg der Fische und Kleintiere hemmen. Außerdem werden vor den Ortslagen Treibgutfänge installiert.


Am Ende profitieren nicht nur Forelle, Eisvogel und Co., sondern der Wasserhaushalt der gesamten Aue wird langfristig verbessert.
Die Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober abgeschlossen. 


Damit all diese Maßnahmen umgesetzt werden können, haben die Anliegergemeinden Gedern, Ortenberg und Glauburg und viele Bürger in großem Umfang besonders bei der Landbeschaffung mitgewirkt. Die Wasser- und Naturschutzbehörden von Kreis und Regierungspräsidium haben ihren Sachverstand eingebracht und wirkten engagiert an der Planung mit.
 

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