Schriftgröße:
Kontrast:
 
Altes Rathaus Ortenberg - (c) Dennis MäncheJobangeboteBergheimLißbergGelnhaarAltstadt OrtenbergEffolderbachSeltersBlick von der Altstadt Ortenberg nach WippenbachUsenbornWippenbachBlick von Eckartsborn kommend nach OrtenbergHofladen Rauher BergBleichenbachKurzurlaub im Ortenberger SchwimmbadÜber den Dächern der Altstadt Ortenberg
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Selters

Vorschaubild Selters

Geschichtliches zum Ortsteil

 

Selters wird von Geschichtswissenschaftlern zu den Siedlungen im heimischen Raum gezählt, die in der Zeit bis 500 nach Christus entstanden sind. Der Ortsname Selters lässt sich ohne größere Probleme deuten. Die überlieferte Bezeichnung Selterisse weist auf die Lage des Ortes an an die Erdoberfläche tretenden salzführenden Quellen und Wasserläufen hin. Die älteste bis jetzt bekannte Urkunde, in der Selters genannt wird, stammt aus dem Jahre 780. In dieser Urkunde des Klosters Fulda ist festgehalten, dass ein vermutlich adeliger Besitzer namens Warmut Liegenschaften in der Selterser und Leustädter Gemarkung dem Kloster Fulda überträgt. Diese Urkunde, an deren Datierung sich die Selterser und Leustädter 1200-Jahr-Feiern 1980 anlehnten, besagt aber nichts über das wirkliche Alter dieser beiden Siedlungen, die auf einen weit früheren Zeitpunkt zurückgehen.

 

Die Tatsache, dass im Jahre 754 der Leichenzug mit dem in Friesland ermordeten missionarischen Mönch Bonifatius von Mainz nach Fulda auf der rechten Nidderstraße oberhalb Selters und Konradsdorf entlangführte, belegt die Annahme, dass diese Straße ein häufig frequentierter Fernweg gewesen sein muss.
Außerdem bezeugen zahlreiche Funde in Hügelgräbern und bei sonstigen Erdarbeiten entdeckte Spuren, dass das Selterser Umland schon in sehr frühen Zeitepochen wie Altsteinzeit, Neusteinzeit und Bronze- und Eisenzeit als bevorzugtes Siedlungsgebiet galt.

 

Mittelalterliche Urkunden, die den Namen Selters enthalten, sind recht spärlich. Ein Rundhof, der am Anfang der zur Kirche führenden Straße liegt, kann mit großer Wahrscheinlichkeit als Nachfolger dieses Hofes angesehen werden. Selterser Aufzeichnungen aus der Zeit vor dem 30-jährigen Krieg sind vermutlich verloren gegangen. Aus der Überlieferung berichtete Pfarrer Johann Georg Blum (1694-1746) in seinen Selterser und Bleichenbacher Kirchenbüchern, dass der Krieg im Selterser Raum schon 1620 gewütet hat. Selters und die Nachbarorte seien im Verlauf des Krieges verwüstet worden und waren oftmals ganz ausgestorben. 1636 war die ganze Gegend in eine so große Hungersnot gekommen, dass viele Bewohner von Selters und Bleichenbach verhungert sind. Die Zerstörung der Dörfer während des 30jährigen Krieges war so vollständig, dass kein Haus und auch kein landwirtschaftliches Gebäude, geschweige denn Aufzeichnungen, übrig blieben.

 

Wie Pfarrer Blum weiter berichtete, ist auch die Zeit der Hexenverfolgung nicht spurlos an Selters vorübergegangen. So wurden allein 1662 vier Selterser Frauen, nämlich Catharina Rauch, Elisabetha Dichter, Agnes Linsemer und Kunigunda Glasen, vom Lindheimer Hexenjäger Geiß zu Tode gefoltert.


Schon die alte Namensgebung „Selterisse" deutet darauf hin, dass bereits den frühesten Siedlern salzführende Quellen an dieser Stelle des Niddertals bekannt waren. Es ist also anzunehmen, dass sich schon die ersten Bewohner um die Nutzbarmachung der naturgegebenen Sole bemühten. Der Flurname Hale (das althochdeutsche Wort halus" bedeutet „Saline") in der Selterser Gemarkung belegt, dass man sich in alten Zeiten bereits mit der Salzgewinnung befasste, und schließlich ist das in einem Verzeichnis der Kellerei Ortenberg aus dem Jahre 1437 genannte Solhus in Konradsdorf ein Beweis dafür, dass die Selterser es für Wert gehalten haben, das Salz für wirtschaftliche Zwecke der Sole zu entnehmen.

 

Erst in neuerer Zeit kam man aber darauf, die Quelle zur gesundheitlich heilsamen Anwendung zu nutzen. Niederschriften aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts belegen die Planungen und Bemühungen, die in dieser Hinsicht angestrengt wurden. Im Jahre 1843 berichtete der Selterser Gemeindeeinnehmer
Mickel von der Errichtung eines Mineralbrunnens 1826 auf einer gemeinschaftlichen Fläche der Ortschaften Selters und Wippenbach.

 

Bemerkenswert an seinen Unterlagen ist unter anderem die Mitteilung, dass selbst Justus Liebig zur Begutachtung des hier auftretenden Salzwassers herangezogen wurde. Der beurteilte die Selterser Wasserqualität als für die Errichtung einer Badeanstalt weitaus geeigneter als die im nahen Salzhausen vorherrschende.

 

Trotzdem war es bereits zu spät für Selters, dem Beispiel des sich in dieser Zeit entwickelnden Kurbades Salzhausen zu folgen. Dort wurden 1826 und 1827 von der damaligen großherzoglichen Landesregierung große Summen zum Bau des Kurhauses und neuer Badeanlagen ausgegeben. Selters hatte nicht die staatliche Protektion, die Bad Salzhausen zuteil wurde. Die Hoffnung, man werde trinkbares Mineralwasser finden, die die Selterser im Anschluss an diese Niederlage nährten, wurde ebenfalls enttäuscht. Lediglich zum Baden eignete sich das Wasser wegen seines zu starken Salzgehaltes.
 

Kontakt

Stadtverwaltung Ortenberg
Lauterbacher Str. 2
63683 Ortenberg

Tel.: 06046 8000-0
E-Mail:

entdecke mehr  Instagram  Facebook

   

 

Öffnungszeiten:

Mo  9:00 - 12:00 Uhr
Di 9:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 16:00 Uhr
Migeschlossen
Do 9:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Fr 9:00 - 12:30 Uhr
Wetter

Wetter

Einstellungen für mehr Barrierefreiheit
Sprache. Deutsch

Vor­eingestellte Profile

Schrift

Schrift­größe

100%

Zeilen­abstand

150%

Wort­abstand

100%

Zeichen­abstand

100%

Textausrichtung

Kontrast und Farb­schwäche

Kontraste

Farbschwäche

Farben

Hintergrund­farbe

Text­farbe

Link­farbe

Überschrift­farbe

Inhalts­einstellungen

Barrierefreiheits­erklärung